Archiv der Kategorie: Projekte

BYE BYE

Michael Schirner, BYE BYE, Serie von Digigraphien, Einzelausstellung in den Deichtorhallen Hamburg , 2010

Ausstellung "Michael Schirner, BYE BYE", Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, 2010

Ausstellung „Michael Schirner, BYE BYE“, Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, 2010

MICH GIBT ES GAR NICHT

Michael Schirner, BYE BYE – eine Medienkunst-Intervention im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg vom 15.04. bis 25.04.2010,
in der Galerie Crone Berlin vom 16.04. bis 29.05.2010,
auf Großflächenplakaten und City Light Poster in Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Frankfurt vom 16.04. bis 06.05.2010,
von der ersten bis zur letzten Seite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 15.04.2010,
im Katalogbuch „Michael Schirner, BYE BYE“, Distanz Verlag Berlin
und auf www.michael-schirner-bye-bye.de

„Wie es Schirner schafft, dass wir das, was wir auf dem Bild an der Wand nicht sehen, überdeutlich als Bild in unserem Kopf wahrnehmen, verrät er uns: „Meine Kunst ist nicht mein Werk, sondern ganz allein Ihrs. Sie sind der Schöpfer Ihrer Bilder in Ihrem Kopf. Mich gibt es gar nicht.“ Das heißt, so wie das Abgebildete in der Imagination des Betrachters verschwindet, ergeht es dem Autor. Das meint Schirner mit der Selbstabschaffung des Künstlers als Autor und Experte seiner Kunst: Er tritt ganz hinter seinem Werk zurück. Die Arbeit, die Kunst macht, müssen wir, die Betrachter des Werkes, tun.“ www.michael-schirner-bye-bye.de

Michael Schirner, BYE BYE, NOR44, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, NOR44, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

DER TOD DES ANDEREN
DAS VERSCHWINDEN VON AUTOR UND ORIGINAL

Oliver Koerner von Gustorf

Das ästhetische und theoretische Terrain, das Michael Schirner mit BYE BYE betritt, ist ebenso weit wie die entleerten Szenarien seiner Digigraphien. Bereinigt von Menschen erscheint die Landung der Alliierten 1944 in der Normandie nur noch als ein wolkiges, entmaterialisiertes Seestück.

Michael Schirner, BYE BYE, CER36, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Robert Capa

Michael Schirner, BYE BYE, CER36, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Robert Capa

Robert Capas ikonische, 1936 entstandene Kriegsfotografie „Loyalistischer Soldat im Moment des Todes“ reduziert sich auf eine verwackelte Landschaft mit flüchtigem Horizont.

Es sei das Ziel seiner jüngsten Arbeiten, betont Schirner, das „Unsichtbare im Sichtbaren“ zu zeigen – die vielen unscheinbaren und unbemerkten Details jener massenmedialen Bilder, die in unserem Bewusstsein wie ein fotografisches Archiv der Welt abgespeichert sind.

Michael Schirner, BYE BYE, MUN72, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Raymond Depardon/Magnum Photos

Michael Schirner, BYE BYE, MUN72, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Raymond Depardon/Magnum Photos

Nicht nur der vermummte palästinensische Terrorist, der während der Olympischen Sommerspiele in München 1972 bei der Geiselnahme der israelischen Mannschaft fotografiert wird, hat sich in unserer Imagination verankert, sondern auch der Beton-Balkon, auf dem er steht.

Michael Schirner, BYE BYE, WAR70, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, WAR70, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Von Willy Brandts Kniefall 1970 in Warschau bleiben fragmentarische Eindrücke im Gedächtnis hängen: regennasser Stein, die Steigung der Stufen, das Weiß der Blumen im Gedenkkranz.

Michael Schirner, BYE BYE, BEI89, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Stuart Franklin/Magnum

Michael Schirner, BYE BYE, BEI89, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Stuart Franklin/Magnum

Schirners Bilder wirken trotz ihrer Reduktion so unheimlich bekannt, weil wir sie reflexartig nach den Vorlagen in unseren Köpfen ergänzen, ihre Leerstellen ausfüllen. Wir sind also Mitautoren.

Michael Schirner, BYE BYE, IWO45, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, IWO45, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Sein konzeptioneller Ansatz, die zentralen Personen oder Gegenstände und die wesentlichen Bildelemente von ikonischen Fotografien auf ein Minimum zu reduzieren, erzeugt einen Déjà-vu-Effekt, der jedes seiner Szenarien zugleich zum Tatort werden lässt – weil man intuitiv fühlt, dass etwas fehlt oder anonymisiert wurde.

Michael Schirner, BYE BYE, MEM68, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, MEM68, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Das Gefühl, dass sich etwas Gewaltsames zugetragen hat, kommt nicht von ungefähr. Denn tatsächlich ist der Tod auf sämtlichen dieser geisterhaften und häufig banal anmutenden Bilder präsent …

Michael Schirner, BYE BYE, GEN87, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, GEN87, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

… sei es, weil es sich bei den Vorlagen um Aufnahmen handelt, die unmittelbar mit Katastrophen, historischer und politischer Gewalt in Zusammenhang stehen oder weil das Verschwinden von Menschen aus einem Foto der symbolischen Auslöschung der jeweiligen Person gleichkommt.

Michael Schirner, BYE BYE, PAR97, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, PAR97, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Wenn vom Tod des Autors gesprochen wird und wir, wie Schirner es postuliert, die Autoren seiner Bilder sind, dann lässt er uns diesen Tod in unserer Imagination als den eigenen erleben.

Michael Schirner, BYE BYE, MOS20, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, MOS20, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Anders als bei den Bildmanipulationen der Stalinisten und Modemagazine geht es hierbei nicht um gezielte politische oder ästhetische Korrekturen oder die Zementierung bestimmter Bedeutungen, sondern um eine völlig lakonische ästhetische und inhaltliche Entleerung.

Michael Schirner, BYE BYE, ABU03, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, ABU03, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Indem Schirner die Indizien stattgefundener Gewalt, die Täter, die Opfer, die Akteure auslöscht, fordert er uns auf, ihre Stelle einzunehmen. Schirner eliminiert die Gewalt nicht aus der Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, er bittet den Tod nur, für einen Augenblick zur Seite zu treten, damit unsere Imagination mehr Platz hat.

Michael Schirner, BYE BYE, NEW32, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, NEW32, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

So können wir uns vorstellen, wie tief wohl der Fall der Bauarbeiter war, die gerade noch ihr Butterbrot auf einem Stahlträger über den Straßenschluchten von New York gegessen haben, der jetzt leer in den Himmel ragt.

Michael Schirner, BYE BYE, JER61, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, JER61, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Wir können wie Eichmann in einem Glaskasten in dem Jerusalemer Gericht sitzen und des Völkermordes angeklagt werden.

Michael Schirner, BYE BYE, LAK37, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, LAK37, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Wir können mit der Hindenburg explodieren.

Michael Schirner, BYE BYE, TRA72, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, TRA72, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Mit dem Eintritt ins Bild eröffnen sich also unweigerlich medientheoretische Diskurse, Fragen danach, was eine Fotografie ihrem Wesen nach überhaupt ist. In diesem Sinne vermittelt BYE BYE so etwas wie eine Nahtoderfahrung.

Michael Schirner, BYE BYE, NEW55, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Dennis Stock/Magnum Photos

Michael Schirner, BYE BYE, NEW55, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Dennis Stock/Magnum Photos

Man sieht sich in der Gestalt von anderen quasi selbst beim Verschwinden zu – in Gedächtnisbildern, die uns in ihrer Anonymität und Leere das Drama unserer eigenen Sterblichkeit vor Augen führen.

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. April 2010, Nr. 87 / 15 D3

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. April 2010, Nr. 87 / 15 D3

Die BYE BYE – FAZ

The Power of Print

Am 15.4.2010, dem Tag der Eröffnung der Ausstellung „Michael Schirner BYE BYE“ im Haus der Photographie der Hamburger Deichtorhallen, machte die Redaktion der Frankfurter Allgemeine Zeitung ein hochinteressantes Experiment: 17 Beiträge der aktuellen Ausgabe wurden mit 17 Werken der Serie BYE BYE bebildert. Dabei nutzen die Redakteure die BYE BYE-Bilder als Material für künstlerische Neuschöpfungen, indem sie redaktionelle Texte unter die Abbildungen setzten. Die ungewöhnlichen Bild-Text-Verbindungen fordern unsere Imagination und Phantasiearbeit heraus und machen uns zu Schöpfern von Geschichten, die nur in unserem Kopf entstehen. Diese radikale Intervention von 17 Bildern der Serie „Michael Schirner, BYE BYE“ in der FAZ ist eine eindrucksvolle Demonstration der Macht und Magie des gedruckten Bildes in den Medien, wie es sie in der Form noch nie gegeben hat.

Das Spiel beginnt auf der Titelseite mit dem BYE BYE-Bild, dem Schlagwort „Kriegsbild“ und setzt sich auf den folgenden Seien fort.

Michael Schirner, BYE BYE, WAR70, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, WAR70, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Das Bild „BYE BYE, WAR70“ mit der Bildunterschrift:
Geschichtsbücher werden immer wieder umgeschrieben. Ein wenig wohler ist einem aber doch, wenn sie noch gedruckt vorliegen.

Michael Schirner, BYE BYE, NOR44, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, NOR44, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, NOR44“ mit der Bildunterschrift:
Wenn man Windstärke, Temperatur und Niederschlagsmenge vorausberechnen kann, ist dann auch der Ausgang der Geschichte bereits determiniert?

Michael Schirner, BYE BYE, NEW55, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Dennis Stock/Magnum Photos

Michael Schirner, BYE BYE, NEW55, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Dennis Stock/Magnum Photos

„BYE BYE, NEW55“ mit Bildunterschrift:
Helden gehen gern zu Fuß, auch wenn sie hoch hinaus wollen.

Michael Schirner, BYE BYE, BEI89, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Stuart Franklin/Magnum Photos

Michael Schirner, BYE BYE, BEI89, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Stuart Franklin/Magnum Photos

„BYE BYE, BEI89“, mit Bildunterschrift:
Bitte, wo geht’s hier nach Hollywood? Li Dawei will raus aus Peking.

Michael Schirner, BYE BYE, VER84, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, VER84, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, VER84“ mit Bildunterschrift:
Die Polen greifen in höchste Register öffentlichen Gedenkens und erweisen damit ihrem verunglückten Präsidenten eine heikle letzte Ehre.

Michael Schirner, BYE BYE, CLE08, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, CLE08, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, CLE08“ mit Bildunterschrift:
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr: Auf dem Land herrscht jedenfalls ein anderes Verhältnis zur Transgression als in großen Städten.

Michael Schirner, BYE BYE, TRA72, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, TRA72, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, TRA72“ mit Bildunterschrift:
Krieg, das heißt Gräuel. Man entkommt ihnen nicht, wenn man nicht von ihm spricht.

Michael Schirner, BYE BYE, PAR97, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, PAR97, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, PAR97“ mit Bildunterschrift:
Manchmal wäre es besser, nicht durch Drehtüren zu eilen.

Michael Schirner, BYE BYE, BAG08, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, BAG08, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, BAG08“ mit Bildunterschrift:
Der Traum aller Gäste des Pictoplasma-Festivals ist es, die Welt des Trickfilms um eine Figur zu bereichern, die später jeder kennt.

Michael Schirner, BYE BYE, NEW32, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, NEW32, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, NEW32“ mit Bildunterschrift:
Hoch hinaus, denn Baukunst heißt heute überwiegend Montage.

Michael Schirner, BYE BYE, TOR98, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, TOR98, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, TOR98“ mit Bildunterschrift:
Die ewige Frage: Was würdest du wählen, wenn du entscheiden könntest zwischen dem Leiden und dem Nichts.

Michael Schirner, BYE BYE, HAM08, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, HAM08, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, HAM08“ mit Bildunterschrift:
Damit akademische Karrieren in Fahrt kommen, werden Anführungsstriche schon einmal auch weggelassen.

Michael Schirner, BYE BYE, JER61, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, JER61, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, JER61“ mit Bildunterschrift:
Ein Mann, der sein Rollenbild für die Wirklichkeit nahm.

Michael Schirner, BYE BYE, GEN87, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, GEN87, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, GEN87“ mit Bildunterschrift:
Die ARD blickt auf ihre Geschichte zurück. Vier Nächte lang geht es um Wegmarken des politisch, informierenden wie des unterhaltenden Fernsehens. Einen neuen Slogan gönnen sich die Sender demnächst auch: „Wir sind eins. ARD.“

Michael Schirner, BYE BYE, IWO45, 2002 – 2011, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, IWO45, 2002 – 2011, Digigraphie by Epson

„BYE BYE, IWO45“ mit Bildunterschrift:
Vox, 20.15 Uhr, der Flug des Phoenix: Ein Flugzeug stürzt über der Wüste Gobi ab. Die Passagiere müssen um ihr Überleben kämpfen.

Michael Schirner, BYE BYE, YAN66, 2002 – 2011, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, YAN66, 2002 – 2011, Digigraphie by Epson

“ BYE BYE, YAN66″ mit Bildunterschrift:
Wenn die Natur außer Kontrolle gerät, versagen die Bilder.

STREET ART

BYE BYE-Großflächenplakatkampagne

Michael Schirner, BYE BYE, Großflächenplakat in Frankfurt/M, 2010

Michael Schirner, BYE BYE, Großflächenplakat in Frankfurt/M, 2010

Michael Schirner, BYE BYE, Großflächenplakat in Düsseldorf, 2010

Michael Schirner, BYE BYE, Großflächenplakat in Düsseldorf, 2010

Michael Schirner, BYE BYE, Großflächenplakat in Frankfurt/M, 2010

Michael Schirner, BYE BYE, Großflächenplakat in Frankfurt/M, 2010

Als Teil der Medien-Kunst-Aktion erschienen Bilder der Serie BYE BYE vom 16.4. bis 6.5.2010 auf mehr als tausend Großflächenplakaten, Plakatsäulen und City Light Poster in Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Frankfurt.

Michael Schirner, BYE BYE, NEW01, 2002 – 2011, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Thomas Hoepker/Magnum Photos

Michael Schirner, BYE BYE, NEW01, 2002 – 2011, Digigraphie by Epson, based on a photograph by Thomas Hoepker/Magnum Photos

BYE BYE, NEW01

11. September

Zum neuesten Bild der Serie BYE BYE: Es hat den Titel NEW01 und wurde zusammen mit MUN72 und IWO45 in der Ausstellung „Bilder vom Terror“ bei C/O Berlin gezeigt.

Wie es zu dem Bild kam: Der Magnum-Fotograf Thomas Hoepker fragte Michael Schirner, ob er sein berühmtes Bild „Blick von Brooklyn auf Manhattan, 11. September 2001“ nicht – wie er sich ausdrückte – „verzaubern“ könne, damit aus dem Bild mit der schrecklichen schwarzen Wolke ein ganz normales Touristenfoto wird.

BYE BYE, in: „Bilder vom Terror“, C/O Berlin 2011:

http://www.dw.de

http://www.flickr.com

 

BYE BYE, Haus der Photographie Deichtorhallen, Hamburg 2010:

http://www.michael-schirner-bye-bye.de
http://news.gestalten.com
http://www.youtube.com
http://www.faz.net
http://www.artnet.de
http://www.photoscala.de.k1905.ims-firmen.de
http://www.photopresse.de
http://www.freelens.com
http://www.photography-now.com
http://www.kultur-online.net
http://www.lastagenda.de
http://www.artnet.com
http://d-nb.info
http://www.abendblatt.de
http://www.spiegel.de
http://zeigermann.com
http://www.page-online.de
http://www.new-business.de
http://www.uni-giessen.de
http://www.d-pixx.de
http://www.epson.de
http://www.berliner-zeitung.de

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LIEBE LÖSER

Imagekampagne für die Burda GmbH, München, 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

Imageanzeige für die Burda GmbH, München 1989

CREDITS

Auftraggeber: Burda GmbH, München
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Enrique Jungbauer
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
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UNSERE TIERE

Kampagne für die Umwelt-Aktion in BUNTE, 1980

Großflächenplakat für die BUNTE-Umwelt-Aktion, 1980

Großflächenplakat für die Umwelt-Aktion in BUNTE, 1980

Großflächenplakat für die BUNTE-Umwelt-Aktion, 1980

Großflächenplakat für die Umwelt-Aktion in BUNTE, 1980

Großflächenplakat für die BUNTE-Umwelt-Aktion, 1980

Großflächenplakat für die Umwelt-Aktion in BUNTE, 1980

Großflächenplakat für die BUNTE-Umwelt-Aktion, 1980

Großflächenplakat für die Umwelt-Aktion in BUNTE, 1980

CREDITS

Auftraggeber: Burda GmbH, München
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Joachim Beutler, Michael Schirner
Artdirector: Axel Hinnen, Dieter Pisculla
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LIEBER KÖNIG

Kampagne für die BUNTE-Aktion „König Carl Gustav“, 1976

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion „König Carl Gustav“, 1976

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion „König Carl Gustav“, 1976

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion „König Carl Gustav“, 1976

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion „König Carl Gustav“, 1976

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion „König Carl Gustav“, 1976

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion „König Carl Gustav“, 1976

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion „König Carl Gustav“, 1976

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion „König Carl Gustav“, 1976

CREDITS

Auftraggeber: Burda GmbH, München
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Wolf D. Rogosky
Texter: Wolf D. Rogosky
Artdirector: Beat Nägli
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DIE PILLE

Kampagne für die BUNTE-Aktion "Aspirin gegen Herzinfarkt", 1977

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion "Aspirin gegen Herzinfarkt", 1977

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion „Aspirin gegen Herzinfarkt“, 1977

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion "Aspirin gegen Herzinfarkt", 1977

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion „Aspirin gegen Herzinfarkt“, 1977

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion "Aspirin gegen Herzinfarkt", 1977

Großflächenplakat für die BUNTE-Aktion „Aspirin gegen Herzinfarkt“, 1977

CREDITS

Auftraggeber: Burda GmbH, München
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Helmut Rottke
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WM-MANNSCHAFT GESUCHT

Kampagne für die WM-Aktion in BUNTE, 1981

Anzeige für die BUNTE-Aktion „WM-Mannschaft gesucht“, 1981

Anzeige für die WM-Aktion in BUNTE, 1981

Anzeige für die BUNTE-Aktion „WM-Mannschaft gesucht“, 1981

Anzeige für die WM-Aktion in BUNTE, 1981

Anzeige für die BUNTE-Aktion „WM-Mannschaft gesucht“, 1981

Anzeige für die WM-Aktion in BUNTE, 1981

Anzeige für die BUNTE-Aktion „WM-Mannschaft gesucht“, 1981

Anzeige für die WM-Aktion in BUNTE, 1981

CREDITS

Auftraggeber: Burda GmbH, München
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Diethadt Nagel
Artdirector: Axel Hinnen
Grafiker: Günter Classen, Claudia Hammerschmidt
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HONORAR FÜRS NICHTSTUN

Inserentenkampagne für BUNTE, 1988

Anzeige der Michael Werbe- und Projektagentur für BUNTE, 1988

Anzeige der Michael Werbe- und Projektagentur für BUNTE, 1988

Anzeige der Michael Werbe- und Projektagentur für BUNTE, 1988

Anzeige der Michael Werbe- und Projektagentur für BUNTE, 1988

Die Aufgabe:

Burda beauftragte uns, eine Inserentenkampagne für BUNTE zu entwickeln.

Die Überlegung:

Wir entschieden uns, keine Inserentenkampagne zu entwickeln.

Die Idee:

Wir wollten, dass die Inserenten die Inserentenkampagne machen und forderten die besten Kreativen deutschlandweit auf, je eine Anzeigen für BUNTE zu gestalten. Die Anzeigen sollten in den Zeitschriften von Burda und in einem Buch veröffentlicht werden.

Der Erfolg:

Das Ergebnis waren130 Inserentenanzeigen, gemacht von den besten.

Jede Agentur bekam ein Honorar. Und wir wurden fürs Nichtstun bezahlt.

CREDITS

Auftraggeber: Burda GmbH, München
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur
Kreativdirektor: 130 Agenturen
Texter: 130 Agenturen
Artdirector: 130 Agenturen
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FRANZ JOSEPH : HELMUT

Plakatkampagne für die BUNTE-Aktion zur Wahl 1980, 1980

Großflächenplakat für die Aktion von BUNTE  zur Wahl,1980

Großflächenplakat für die Aktion von BUNTE zur Wahl,1980

Großflächenplakat für die Aktion von BUNTE  zur Wahl,1980

Großflächenplakat für die Aktion von BUNTE zur Wahl,1980

Großflächenplakat für die Aktion von BUNTE  zur Wahl,1980

Großflächenplakat für die Aktion von BUNTE zur Wahl,1980

Großflächenplakat für die Aktion von BUNTE  zur Wahl,1980

Großflächenplakat für die Aktion von BUNTE zur Wahl,1980

CREDITS

Auftraggeber: Burda GmbH, München
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Joachim Beutler, Michael Schirner
Artdirector: Helmut Rottke
Grafiker: Andrea Haller, Beate Lorber
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WÜHLT GRÜN!

Kampagnen für Wahlkämpfe 1998 von Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Die Aufgabe:

Bündnis 90 / Die Grünen beauftragten uns mit der Entwicklung und Durchführung der Kampagnen für den Bundeswahlkampf 1998, die Landtagswahlkämpfe in Bayern, Hessen und den Europa-Wahlkampf. Ziel der Kampagnen war der Regierungswechsel.

Die Überlegung:

Die Sonnenblume war immer das Zeichen für die Ökopartei. Doch um regierungsfähig zu sein, muss die Partei für alle politischen und gesellschaftlichen Themenfelder kompetent sein.

Die Idee:

Die neuen Grünen sollen mit einem neuen, frischen Zeichen antreten.

Wir machten ein grünes, lustiges Ü, das alle anlacht, zum neuen Gesicht der Grünen. Das Ü wird auf allen Werbemitteln zum Symbol und Sympathieträger von Bündnis 90 / Die Grünen. Das Ü lässt Raum für freche, witzige, ironische Aussagen. Die reduzierte grafische Form des grünen Ü auf farbigem Grund sorgt für hohe Aufmerksamkeit.

Der Erfolg:

Mit der Ü-Kampagne (Etat 4 Mio. DM) haben sich die Grünen gegen die 100 Millionen-Kampagnen von CDU und SPD durchgesetzt. Das Ü wurde zum Verkehrszeichen für den Regierungswechsel. Und die Grünen kamen mit an die Regierung.

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

„Die Rente ist sicher“ war der Spruch von Norbert Blüm. Folgerichtig forderte das grüne Ü: „Schickt Blüm in Rente“.

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Volker Rühe war Verteidigungsminister. Folgerichtig forderte das grüne Ü: „Wegtreten, Rühe.“

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Wehrpflichtigen versprach das grüne Ü: „Wähl Grün, und Du musst nicht zum Bund.“

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Zum 18jährigen Geburtstag der Grünen forderte das grüne Ü: „Trau keinem über 18.“

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Vom Bayerischen Staatsminister Günther Beckstein, bekannt für seine Abschiebepolitik, wusste das grüne Ü: „Beckstein würde auch Jesus abschieben.“

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Wahlplakat für Bündnis 90 / Die Grünen, 1998

Auf das Wahlplakat der CDU mit einem badenden Elefanten und dem Spruch „Keep Kohl!“ konterten wir mit dem Plakat: „Der Dicke geht baden.“

CREDITS

Auftraggeber: Bündnis 90 / Die Grünen
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Stefan Freier
Artdirector: Caspar Frenzel, Markus Schüssler
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GOLDENE BETTEN

Kampagne für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1977

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

Die Aufgabe:

Wir sollten klar machen, welchen Sinn Entwicklungshilfe hat.

Die Überlegung:

Die Vorurteile in der Bevölkerung gegen Entwicklungsländer und Entwicklungshilfe sind tief verwurzelt. Wie können wir Vorurteil mit Werbung abbauen und Einstellungen zur Entwicklungshilfe ändern?

Die Idee:

Zuerst einmal machen wir den Leser klar, was für Vorurteile es gibt. Wir zeigen drastische Bilder aus Entwicklungsländern und sprechen mit zynischen Überschriften die härtesten Vorurteile an. Im laufenden Text halten wir dagegen und stellen mit sachlichen Argumenten den Nutzen der Entwicklungshilfe für unser Land heraus.

Die Ministerin Marie Schlei ermunterte uns, die provokantesten Bilde und Texte zu veröffentlichen.

Der Erfolg:

Die Leser der Anzeigen verstanden, dass das Ministerium hier nicht für Vorurteile warb, sondern dagegen. Mit dem Erfolg: Tausende bestellten die Infobroschüren, die in den Anzeigen angeboten wurden. Die Kampagne war so erfolgreich, dass sie einen Ministerwechsel überlebte. Jahre später wurde die Kampagnenidee der drastischen Abbildungen von Benetton aufgegriffen.

Alle Fotos sind Archivbilder von Presseagenturen. Bis auf die Abbildung der Potentaten im Fond ihres Wagens. Das Klischeebild gab es nicht, wir mussten es im Studio inszenieren.

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

„Wieso beklagen sich die Inder über Nahrungsmangel, wo doch ihre Straßen voller Ochsen und Kühe sind?“ Diese Anzeige hat zu einer Anfrage der indischen Regierung im Bundestag geführt.

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

„Wozu brauchen die ein Dach über dem Kopf, wo doch das ganze Jahr die Sonne scheint?“
Bei den Überschriften haben wir uns im Zynismus selbst übertroffen.

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

Man liest: „Sollen wir denen vielleicht Geld dafür geben, dass sie sich gegenseitig umbringen?“ und denkt: „Das darf doch nicht wahr sein?“

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

„Finanzieren wir den Ölscheichs mit unserem Entwicklungsgeld ihre Straßenkreuzer?“

Soweit kommt’s noch.

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

Anzeige für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit,1977

„Darf es vielleicht noch ein Kühlschrank oder Geschirrspüler von unserem Entwicklungsgeld sein?“ Ali, Du schaffst das.

 

CREDITS

Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Bonn
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Diethardt Nagel
Artdirector: Helmut Rottke, Gerd Hiepler
Grafiker: Tom Moog
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