Archiv der Kategorie: Projekte

PICTURES IN OUR MINDS, 2005

Michael Schirner, Ausstellung im Deutschen Pressemuseum Hamburg, 2005

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Ausstellung im Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005, Ausstellungsposter

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Ausstellung im Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005, Ausstellungsposter

Unmittelbar nach dem Fall der Mauer hielt Michael Schirner eine Lecture Performance vor Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar mit Exponaten seiner Ausstellungen PICTURES IN OUR MINDS. Dabei zeigte sich, dass die ostdeutschen Studierenden einen Großteil der Bilder nie gesehen hatten. Deshalb regte Schirner an, ein Ausstellungskonzept für die kollektiven Bilder von Ost- und Westdeutschen zu entwickeln.

2005 wurde im Deutschen Pressemuseum Hamburg – neben einer Auswahl der ursprünglichen PICTURES IN OUR MINDS – Bilder aus der Zeit nach 1985 und Bilder aus dem Bildbestand der DDR-Bürger gezeigt. Die Ausstellung lud dazu ein, darüber nachzudenken, welche Bilder wir im Kopf haben und welche nicht, wann uns die Bilder begegnet und wie sie in unseren Kopf gekommen sind.

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Ausstellung im Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005, Ausstellungsposter

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Ausstellung im Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005, Ausstellungsposter

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Ausstellung im Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005, Ausstellungsposter

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Ausstellung im Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005, Ausstellungsposter

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MORGEN DU

Kampagne für die Wochenzeitung DIE ZEIT, 1972

Anzeige für die Wochenzeitung DIE ZEIT, 1972

Anzeige für die Wochenzeitung DIE ZEIT, 1972

Anzeige für die Wochenzeitung DIE ZEIT, 1972

Anzeige für die Wochenzeitung DIE ZEIT, 1972

Anzeige für die Wochenzeitung DIE ZEIT, 1972

Anzeige für die Wochenzeitung DIE ZEIT, 1972

Anzeige für die Wochenzeitung DIE ZEIT, 1972

Eigenanzeige der Agentur GKO&S, 1972

CREDITS

Auftraggeber: Zeit Verlag
Agentur: GKO&S, Geilenberg, Kellner, Oyne und Schirner
Kreativdirektor: Ben Oyne (Art), Michael Schirner (Text)
Fotograf: Ben Oyne
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FAST FOOD

Informationskampagne für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

Informationsbroschüre für United Nations World Food Programme, 2005

CREDITS

Auftraggeber: United Nations WPF Deutschland
Agentur: Michael Schirner Institut für Kunst und Medien GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Julia Weiß
Artdirector: Kexin Zang
Fotograf: James Mollison
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MONEY IS ART

Michael Schirner, Ausstellung "Werbung als Kunst", Galerie Hans Mayer, Düsseldorf, 1981

Ausstellung "Werbung als Kunst", Düsseldorf 1981

Ausstellung „Werbung als Kunst“, Düsseldorf 1981

VOM DENKEN MIT DEM KNIE

Michael Schirner

1981 hatten wir Werbeagenturen deutschlandweit aufgefordert, die Arbeiten, die sie für Kunst hielten, an die Galerie von Hans Mayer in Düsseldorf zu schicken. Unter dem Titel „Werbung als Kunst“ sollten die von der Jury ausgewählten Arbeiten ausgestellt werden.

Ausstellung "Werbung als Kunst", Düsseldorf 1981

Ausstellung „Werbung als Kunst“, Düsseldorf 1981

Die Juroren waren Marianne Schmidt, Herausgeberin von Hans Magnus Enzensbergers Kulturmagazin „TransAtlantik“, Hellmuth Karasek vom Spiegel,  Thomas Schöder vom FAZ-Magazin, Haug von Kuenheim von  der Zeit, Wolfgang Behnken vom STERN, Christian Herchenröder vom Handelsblatt, Michael Krüger vom Hanser Verlag und der Galerist Hans Mayer.

Ausstellung "Werbung als Kunst", Düsseldorf 1981

Ausstellung „Werbung als Kunst“, Düsseldorf 1981

Aus 400 eingeschickten Arbeiten wählte die Jury 22 Arbeiten für die Ausstellung aus. Hans Mayer hängte die Rauschenbergs, Stellas und LeWitts ab und Werbeplakate und Anzeigen in der Galerie auf: Schnapskunst, Limokunst, Schokokunst, Knipskunst, Tippkunst, Hosenkunst etc.

Ausstellung "Werbung als Kunst", Düsseldorf 1981

Ausstellung „Werbung als Kunst“, Düsseldorf 1981

Joseph Beuys kam zur Ausstellungseröffnung in die Galerie von Hans Mayer. Später auch Andy Warhol.

Ausstellung "Werbung als Kunst", Düsseldorf 1981

Ausstellung „Werbung als Kunst“, Düsseldorf 1981

Beuys signierte unser Plakat mit dem Wort schreIBMaschinen …

Ausstellung "Werbung als Kunst", Düsseldorf1981

Ausstellung „Werbung als Kunst“, Düsseldorf1981

… und auf die Anzeige für Hubert Burdas BUNTE schrieb er: „Hubert muss kommen“. Ich rief Burda an, und am nächsten Tag trafen wir uns alle in der Ausstellung: Beuys, Burda, Warhol, Hans Mayer und ich. Warhol war begeistert von den ausgestellten Anzeigen und Plakaten und zitierte aus seiner Philosophy From A to B an Back Again:

„Making money is art and working is art and good business is the best art.“

Beuys wiederholte seine Forderung, dass jeder Mensch die Chance haben sollte, wie ein Künstler zu arbeiten:

„Jeder Mensch ist ein Künstler.“

Hans Mayer, war da etwas anderer Meinung und fragte:

„Wenn jeder Mensch ein Künstler ist und alles Kunst, wo ist dann der Unterschied?“

Ich beruhigte ihn: Wenn jeder ein Künstler ist, dann ist der Unterschied der: Entweder ist er ein Künstler, der gute Kunst macht, oder einer, der keine gute Kunst macht. Gute Künstler denken und arbeiten anders als die anderen. Darauf Beuys:

„Ich denke sowieso mit dem Knie.“

Womit er meinte, dass lineares, logisches Denken mit Kopf oder Gehirn der Komplexität des künstlerischen Denkens nicht entspräche. Deshalb denken gute Künstler kreuz und quer und um die Ecke. Und das gehe nur mit dem Knie. Worauf ich sagte: „Ich würde gern eine Schule aufmachen, wo die besten Künstler das künstlerische Denken von Nicht-Künstlern fördern. Und ich fragte Beuys, wie er den Namen finde:

Die Akademie fürs Denken mit dem Knie

Nicht schlecht meinte Beuys. „Toll“, sagte Hubert Burda und riet mir, dafür eine Stiftung ins Leben zu rufen.

2012 gründeten wir die gemeinnützige Schirner Zang Foundation. Zweck der Foundation ist die Förderung von Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung sowie der internationale Kulturaustausch. Diesen Zweck verwirklicht die Foundation durch die Beschaffung und Weiterleitung von Mitteln für ihre Förderprojekte. Ein zentrales Projekt der Foundation ist: Die Akademie Fürs Denken mit dem Knie.

Die Akademie betreibt die Kultur und Vermittlung des non-linearen, innovativen künstlerischen Denkens in außerkünstlerische Felder wie Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft Europas und Asiens mit Schwerpunkt Deutschland und China.

In der Akademie treffen sich Menschen und Mentalitäten, die gemeinhin Welten trennen: Europäisches trifft fernöstliches Denken, Fühlen  und Handeln; und lineares, wirtschaftliches und wissenschaftliches Denken treffen auf non-lineares, innovatives, künstlerische Denken. Und alles trifft sich zur Entwickelung globaler Ideen für eine Welt, die sich heute noch keiner vorstellen kann.

Die “Akademie fürs Denken mit dem Knie“ ist eine Think Tank für internationale Künstler und Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Die Veranstaltungen der Akademie finden sowohl in Berlin als auch in Beijing statt.

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SMILEY SMILE

Kampagne zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom/o.tel.o, 1994

Anzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1994

Anzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1994

READ IT SIDEWAYS

Michael Schirner

1994 wurde vebacom, die Telekommunikationsgesellschaft der Veba AG gegründet und 1996 – nach der Partnerschaft mit RWE – in o.tel.o umbenannt.

In dem Jahr feierten wir den 10jährigen Geburtstag der Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, die ich – im Gedenken an unsere wunderbaren 10 Jahre bei der GGK Düsseldorf – „KKG“ nannte. Wir hatten unsere Räume gleich neben der Bank, für die wir auch arbeiteten, und die KKB hieß, was dazu führte, dass wir nicht nur die Post der GGK kriegten und die unsere, sondern auch die der KKB und die unsere und die der GGK, was sich erst änderte, als wir unsere KKG umbenannten in Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Als es GGK nicht mehr gab und auch KKB nicht mehr, hätten wir uns – im Gedenken an beide – wieder KKG nennen können, was wir aber nicht taten, weil wir dann wahrscheinlich gar keine Post mehr bekommen hätten. – So viel zu Umbenennungen. Zurück zum Geburtstag.

Ein Geschenk, das wir an diesem Tag bekamen, war der Werbeetat von vebacom. Ich erinnere mich noch genau: Die Superstars unserer Factory, Claudia Hammerschmidt, Caspar Frenzel, Diedrich Diederichsen, Matthias Heiner, Anja Wilke, Sebastian Turner, Katja Stuke, Catharina von Poser und all die anderen saßen am großen schwarzen Lacktisch in der Halle, die wir mein Büro nannten, und stießen auf uns und unsere 10 Jahre an, als sich plötzlich die neugotischen Kassettentürflügel öffneten und ein Engel den Raum betrat und sagte (Hall): „Fürchtet Euch nicht, denn siehe, ich verkündige euch große Freude: Ihr habt heute einen Riesenwerbeetat gewonnen und alles  ganz ohne Wettbewerbspräsentation, einfach so als Geschenk der freundlichen Tochter der mächtigen Mutter Veba, für die Ihr die erste private Telefongesellschaft erfinden sollt. Damit nicht genug: „Macht einfach die beste Kommunikation für die neue Kommunikationsfirma, also genau die, die Ihr am besten findet. Niemand wird Euch hindern, die tollste und schönste L’art pour l’art-Kampagne der Welt zu machen: kein Werbeleiter, kein Marketingchef, kein Finanzchef, kein Marktforscher, keiner wird Euch reinreden.“ Ganz konnten wir unser Glück nicht fassen, ich fragte leise: „Warum gerade wir?“ Der Engel strahlte: „Das ist der Wille des Vorstands.“

Anzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1994

Anzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1994

Ulf Bohla war gerade Vorsitzender der Geschäftsführung von vebacom geworden. Bohla war IBMer. Und IBM war damals das, was heute Google, Apple, Facebook, Microsoft und Yahoo zusammen sind. IBM hatte ein einfaches Geschäftsprinzip: „Von allem das Beste“ d.h. die besten Mitarbeiter, die beste Bezahlung, die beste Stimmung, die besten Produkte, die beste Kommunikation, die beste Architektur, die beste Kunst etc. und damit machten sie die besten Geschäfte.

(Ich hatte das Glück, dass wir 17 Jahre die Kommunikation der IBM Deutschland machen durften – eben so lang, bis eine internationale Kampagne aus den USA kam.)

Anzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1994

Anzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1994

Nach dem IBM-Prinzip arbeitete Bohla auch bei vebacom. Deshalb wollte er wohl, dass avcommunication alle Messeauftritte und die Michael Schirner Werbe- und Projektagentur die gesamte Kommunikation für vebacom gestaltet.

Und noch was: Bohla wollte, dass vebacom das freundlichste Unternehmen wird – eben die Alternative zur Telekom.

Wir hatten also die wunderbare Aufgabe, die beste Kampagne für das freundlichste Unternehmen zu machen. Das fiel uns nicht schwer, denn die Mitarbeiter von vebacom waren die besten und freundlichsten.

Weil die Firma gerade gegründet worden war, gab es nur wenige Leute da. Und weil es nur ein paar waren, kannte jeder jeden. Jeder war neu, keiner hatte Ahnung, wie man eine Telefongesellschaft macht, Produkte gab es noch keine, folglich auch kein Produktmanagement, kein Marketing, keine Marktforschung, keine Gremien … Der Engel hatte nicht zu viel versprochen: Niemand hinderte uns daran, die beste, schönste und wahrste L’art pour l’art-Kampagne zu machen und alles für ein Telekommunikationsunternehmen, das es noch nicht gab.

Grammatik des Lächels von vebacom/o.tel.o, 1994

Grammatik des Lächels von vebacom/o.tel.o, 1994

Ulf Bohla – übrigens ein ausgezeichneter Musiker, der heute noch erfolgreiche Konzerte in Hamburg gibt – wollte, dass wir genau das machten, was wir gern machen wollten: Werbung, die wahre Kunst unserer Zeit, kein Kunstgewerbe, sondern richtig gute Kunst. Er wusste: Das Einzige, was die gerade gegründete Firma machen konnte, war eine große Medienkampagne, waren State oft the Art Corporate Communications, Corporate Design, Advertising Art und hervorragende Messestandgestaltung. Da die Veba AG Ihrer Tochter etlichen Milliarden in die Hand gedrückt hatte, konnten alle aus dem Vollen schöpfen – ganz nach Andy Warhols Maxime: „Making money is art and working is art and good business is the best art“.

Plakat zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1994

Plakat zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1994

Die Besprechungen, bei denen wir unsere Werke vorstellten, und Norbert W. Daldrop von avcommunication seine, waren ein Traum: Bohla gefiel die Rolle des großzügigen Mäzens der Kunst und genoss jede Präsentation. Lutz Grüttke, vorher Generalbevollmächtigter bei der IBM Deutschland und Initiator der besten Kampagne der Welt (IBM), war vebacom-Berater und unser Schutzengel, moderierte klug und entspannt. Hartmut Albrecht, Pressesprecher, von der Mutter geschickt, um aufzupassen, dass die Tochter keinen Unsinn macht – drückte beide Augen zu und übte freundliche Zurückhaltung. In Patricia Huppermanns, die muntere quicklebendige Managerin voller Ideen (der Name o.tel.o stammt von ihr) verliebten sich alle.

Design des Logos für o.tel.o, 1996

Design des Logos für o.tel.o, 1996

Und ich hatte das Vergnügen, mit Norbert W. Daldrop zusammenzuarbeiten; er war Meister in allem, was wir Kommunikationsdesigner nicht so gut konnten: die dritte Dimension, die Bauten der Kunst für faszinierende Kommunikation im Raum.

Mit unserer Werbe- und Projektagentur und avcommunication hatte vebacom die Voraussetzungen geschaffen für eine Unternehmenskommunikation als Gesamtkunstwerk, das alle Medien einbezieht: Corporate Design, Printmedien, Anzeigen, Plakate, Publikationen, Werbemittel, Videos, TV-Spots etc. Dazu das Messearchitektur- und Eventdesign von avcommunication, das unserem Corporate Design eine dritte Dimension verschaffte.

Plakat zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1996

Plakat zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1996

vebacom hatte begriffen, was ich vor Jahren gepredigt hatte: dass ihre Werbung ihre Kunst ist, dass sie die Mäzene ihrer Werbekunst sind, dass diese Kunst ihre Größe, ihre Intelligenz, ihre Sensibilität ausdrückt, dass sie ihr Denkmal ist, ihr Petersdom, dass ihre Plakate, Anzeigen, Filme und Messestände die Skulpturen und Paläste dieses Jahrhunderts sind.

Ich er erinnere mich noch ziemlich gut an den Tag im Sommer 1994, als wir die Idee für die Kampagne der vebacom entwickelten, weil es so unglaublich heiß war und wir im Studio unter dem Dach – einem richtigen Hot Shop – unseres neogotischen Agenturschlösschens in der Prinz-Georg-Straße in Düsseldorf saßen, wir, d.h. Caspar Frenzel, unser jüngster und schönster Artdirector, und Diedrich Diederichsen, der geniale Pop-Kunst-Netz-Kultur-Musik- Neo-Formalismus-Psychedelia-Papst der westlichen Hemisphäre und ich. Wir hatten uns vorgenommen, unseren Kampagnenideenrekord, der bei 8 Minuten lag, zu brechen, um möglichst schnell in Löricker Freibad zu kommen.

Plakat zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1994

Plakat zur Einführung der Telekommunikationsfirma vebacom, 1994

Da Telekommunikation und Informationstechnologie unsere Themen waren, nutzen wir unser internes Wissenschaftsnetzwerk und fragten unseren Freund Scott F. Fahlman an der Carnegie Mellon University, ob er eine Idee für die freundlichste Telefongesellschaft der Welt hätte. Postwendend kam seine freundliche Antwort:

19-Aug-94 11:44 Scott E Fahlman :-) From: Scott E Fahlman <Fahlman at Cmu-20c>

I propose that the following character sequence for joke markers:

:-)

Read it sideways. Actually, it is probably more economical to mark things that are NOT jokes, given current trends. For this, use

:-(

Tageszeitungsanzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma o.tel.o, 1996

Tageszeitungsanzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma o.tel.o, 1996

Ich: „Wie findest Du das, Diedrich?“

D.D.: „Nicht schlecht, mich stört nur, dass man den Kopf zur Seite drehen muss“, und drehte seinen Kopf zur Seite.

C.F.: „Da hab ich eine Idee“ und drehte Diedrichs Kopf von der Horizontalen in die Vertikale.

Ich: „Geniale Erfindung. Jetzt kann man das freundliche Gesicht sehen, ohne den Kopf zu verdrehen.“

D.D. grinste: „Sehr betrachterfreundlich“

Ich: „Das freundliche Gesicht der Telekommunikation“

D.D.: “Der freundlichsten Firma weltweit“

Mit Caspars freundlichen Gesichtern hatten wir für vebacom eine neue Sprache erfunden, eine, die total digital war („Total digital“ hieß das neue Buch von Nicholas Negroponte, das wir an vebacom-Freunde verschickten) und total emotional, eine Sprache ohne Buchstaben, ohne Schrift, ohne Laute (kein Wunder, denn Caspar war, wie die meisten Artdirektoren, Legastheniker). Und vor allem: very very l’art pour l’art.

Wir wollten, dass auf jedem Kommunikationsmittel der vebacom-Kampagne eins von Caspars freundlichen Gesichtern strahlte.

Ein Blick auf die Uhr: Wir hatten unseren Rekord gebrochen: Nach 7 Minuten war die Kampagnenidee da, das lachende 7-Minuten-Ei des Caspar Columbus Frenzel.

Tageszeitungsanzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma o.tel.o, 1996

Tageszeitungsanzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma o.tel.o, 1996

Der Rest war Feinarbeit: Wir mussten eine Grammatik der Gefühle entwickeln, eine Schrift für die Gesichter auswählen, Zeichen für Augen, Nase, Mund generieren,  den Zeichen Farben geben, 45 Gesichtsausdrücken designen (siehe oben) lachende Anzeigen gestalten, strahlende Plakate, grinsende Publikationen, zwinkernde Banner, gesichterschneidene Filme etc.

Und dann kamen die Künstler von avcommunication: Sie beamten unsere super-flache Punkt-Komma-Strich-Gefühlswelt – die Welt als Scheibe, als Riesen-Button, als fliegende Untertasse – in die vierte Dimension eines anderen Raum-Zeit-Kontinuums und verwandelten sie in Landschaften des Lächelns und Paläste des listigen Augenzwinkerns der freundlichsten Telefonfirma. In ihnen bewegten sich Scharen staunender Massen von  Messebesuchern, sie tauchten aus tiefem Schwarz in rote, gelbe, grüne, blaue Zonen von Emotionen der ikonographischen Grinsearchitektur, begegneten dem Semikolon-Augenzwinkern auf Texttafeln und Videoscreens und zwinkerten zurück.

Tageszeitungsanzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma o.tel.o, 1996

Tageszeitungsanzeige zur Einführung der Telekommunikationsfirma o.tel.o, 1996

Vielleich fragt jetzt irgendein vernuftverseuchter Marketer: Schön und gut, aber verkauft es?

Antwort: Klar, o.tel.o war 1999 mit über einer Million Pre-Selection-Kunden der erfolgreichste private Anbieter und ist heute noch eine geschätzte Marke von vodafone ;-)

CREDITS

Auftraggeber: Vebacom GmbH / o.tel.o
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Diedrich Diederichsen
Artdirector: Caspar Frenzel
Messearchitektur und Events: avcommunication
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NANOUNI

Kampagne für Spitzenforschungsprojekte der Christian Albrechts Universität zu Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Die Aufgabe:

Aller Welt zeigen, wo die Christian Albrechts Universität zu Kiel in der Forschung Spitze ist.

Die Überlegung:

Die Mittel der Uni sind knapp. Das Geld reicht gerade mal für Plakate in Kiel.

Doch wie erreichen wir damit ein internationales Publikum?

Die Idee:

Wir setzen die CAU-Plakate während der Kieler Woche ein, denn an diesen 8 Tagen sind 3 Millionen internationale Besucher in Kiel.

Der Erfolg:

Weil wir die aufmerksamkeitsstärksten Plakate in Kiel machten, wurde die Uni beim internationalem Publikum fast so bekannt wie die Kieler Woche.

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Ein Plakat für Nano Sciences und ihre Möglichkeiten

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Ein Plakat für Nano Sciences und Kommunikation

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Ein Plakat für Nano Sciences und Implantate

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Ein Plakat für Nano Sciences und neue Anwendungen

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Ein Plakat für Nano Sciences und Transport

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Ein Plakat für Nano Sciences und Tumore

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Ein Plakat für Nano Sciences und Krankheitsherde

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Ein Plakat für Nano Sciences und Medikamente

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Ein Plakat für Nano Sciences und Materialsysteme

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Ein Plakat für Nano Sciences und Behandlung kritischer Gesundheitszustände

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Plakat für die Uni Kiel, 2012

Ein Plakat für Nano Sciences und Sonden

CREDITS

Auftraggeber: Christian Albrechts Universität zu Kiel
Agentur: Schirner Zang Institute of Art and Media GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Kexin Zang, Johanna Klein
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16.669 Slogans

Corporate Campaign für die Christian Albrechts Universität zu Kiel, 2010

Das Buch zur Corporate Campaign der Uni Kiel, 2010

Das Buch zur Corporate Campaign der Uni Kiel, 2010

Die Aufgabe:

Die Christian Albrechts Universität zu Kiel – kurz CAU – beauftragte uns, mit einer Werbekampagne sie und ihre exzellenten Leistungen in Forschung und Lehre bekanntzumachen.

Die Überlegung:

Wer exzellent ist, hat es nicht nötig, sich damit zu brüsten. Deshalb raten wir der Uni davon ab, für sich und ihre Leistungen zu werben.

Die Idee:

Wir drehen den Spieß einfach um: Wir lassen nicht die Uni für sich werben, wir lassen das Publikum für sie werben. Wir schreiben einen weltweiten Slogan-Wettbewerb aus und forderten das Publikum auf, sich Slogans für die Uni auszudenken. So wird das Publikum zur Agentur, die sich bemüht, tolle Werbung für die CAU zu machen. Eine bessere Werbung hätten wir uns nicht ausdenken können.

Der Erfolg:

Ob die Kampagne erfolgreich ist, lässt sich auch daran messen, wie viele Slogans die Lesern einschicken: sage und schreibe sechzehntausendsechshundertneunundneunzig Slogans sind es. Die Slogan-Kampagne steigerte den Bekanntheitsgrad der Uni von 0,5 auf über 50%.

1. Seite der 4seitigen Beilage für die Uni Kiel in Tageszeitungen, 2010

1. Seite der 4seitigen Beilage für die Uni Kiel in Tageszeitungen, 2010

Titelseite der 4seitige Beilage in Tageszeitungen wie FAZ, DIE ZEIT und Kieler Nachrichten zum Slogan-Wettbewerb der Uni Kiel.

2. und 3.Seite der 4seitigen Beilage für die Uni Kiel in Tageszeitungen, 2010

2. und 3.Seite der 4seitigen Beilage für die Uni Kiel in Tageszeitungen, 2010

Auf den Innenseiten die Ausschreibung des Slogan-Wettbewerbs und praktische Tipps fürs Slogan-Machen: „Wenn Sie noch nie einen Slogan gemacht haben, um so besser …“

4. Seite der Beilage für die Uni Kiel in Tageszeitungen, 2010

4. Seite der Beilage für die Uni Kiel in Tageszeitungen, 2010

Auf der letzten Seite ein Teilnahmeformular für 10 Slogans, „weil es 10mal einfacher ist, 10 Slogans zu machen als einen tollen, und weil dann Ihre Chancen im Wettbewerb 10mal größer sind“.

Tageszeitungsanzeige für die Uni Kiel, 2010

Tageszeitungsanzeige für die Uni Kiel, 2010

Eine Anzeige zum Namen der Uni.

Tageszeitungsanzeige für die Uni Kiel, 2010

Tageszeitungsanzeige für die Uni Kiel, 2010

Alles, was die Uni forscht, in einem Satz.

Tageszeitungsanzeige für die Uni Kiel, 2010

Tageszeitungsanzeige für die Uni Kiel, 2010

Wie die Uni so bekannt wird wie die Kieler Woche.

Plakat für die Uni Kiel, 2010

Plakat für die Uni Kiel, 2010

Was für einen Slogan sich die Uni wünscht.

Plakat für die Uni Kiel, 2010

Plakat für die Uni Kiel, 2010

Über Regeln, die es nicht gibt.

Plakat für die Uni Kiel, 2010

Plakat für die Uni Kiel, 2010

Was viele nicht wissen.

Plakat für die Uni Kiel, 2010

Plakat für die Uni Kiel, 2010

Was Sie sagen sollen, wenn Sie nach Kiel gefragt werden.

"Die Uni mit den 1.001 Slogans", das Buch für die Uni Kiel, 2010

„Die Uni mit den 1.001 Slogans“, das Buch für die Uni Kiel, 2010

Das stolze Ergebnis des Wettbewerbs: Sechzehntausendsechshundertneunundneunzig Slogans wurden eingeschickt. Die ersten 1.001 mit den Namen der Einsender stehen im Buch „Die Uni mit den 1.001 Slogans.

"Die Uni mit den 1.001 Slogans", das Buch für die Uni Kiel, 2010

„Die Uni mit den 1.001 Slogans“, das Buch für die Uni Kiel, 2010

Hier die Seiten mit der Shortlist.

"Die Uni mit den 1.001 Slogans", das Buch für die Uni Kiel, 2010

„Die Uni mit den 1.001 Slogans“, das Buch für die Uni Kiel, 2010

Und die drei Gewinner. Einen Sonderpreis bekam Dr. Wolf Hemsig für

SOLI EXCELLENTIAE
GLORIA OPTIMA
OPTIMORUM OPTIMIS

CREDITS

Auftraggeber: Christian Albrechts Universität zu Kiel
Agentur: Michael Schirner Institut für Kunst und Medien GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Kexin Zang, Christoph Gabriel
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HIER NICHT

Kampagne für taz, die tageszeitung, 1990

Anzeige für taz, die Tageszeitung, 1990

Anzeige für taz, die Tageszeitung, 1990

CREDITS

Auftraggeber: taz, die tageszeitung
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Diedrich Diederichsen
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
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TAUSEND MORDE

Video-Arbeit von Michael Schirner und Marcel Odenbach für den Gong-Verlag, 1983

Video-Still, Tausend Morde, 1983

Michael Schirner, Marcel Odenbach, Tausend Morde, Video-Still, 1983

Video-Still, Tausend Morde, 1983

Michael Schirner, Marcel Odenbach, Tausend Morde, Video-Still, 1983

Video-Still, Tausend Morde, 1983

Michael Schirner, Marcel Odenbach, Tausend Morde, Video-Still, 1983

CREDITS

Auftraggeber: Gong Gruppe
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TAUSEND KÜSSE

Video-Arbeit von Michael Schirner und Klaus vom Bruch für den Gong-Verlag, 1983

Video-Still, Tausend Küsse, 1983

Michael Schirner, Klaus vom Bruch, Tausend Küsse, Video-Still, 1983

Video-Still, Tausend Küsse, 1983

Michael Schirner, Klaus vom Bruch, Tausend Küsse, Video-Still, 1983

Michael Schirner, Klaus vom Bruch, Tausend Küsse, Video-Still, 1983

Michael Schirner, Klaus vom Bruch, Tausend Küsse, Video-Still, 1983

CREDITS

Auftraggeber: Gong Gruppe
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