Archiv der Kategorie: Kunst

NOBELPREIS FÜR MILKA-KUH

Michael Schirner, Intervention im Oberlandesgericht Düsseldorf, 1982

Intervention im Oberlandesgericht Düsseldorf, Szenenfoto, 1982

Die Milka-Kuh im Oberlandesgericht Düsseldorf, 1982

Der Prozess

Michael Schirner

Ich hatte zwei Literaten und zwei Werbeleute in den Großen Saal des Oberlandesgerichts in Düsseldorf geladen zur Verhandlung der Frage: „Verdient die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur?“ Richter war der Journalist Felix Perelsztein, der eine Nachbildung der lila Kuh vor sich hatte, …

Gaston Salvatore und Hans Magnus Enzensberger, Intervention im Oberlandesgericht Düsseldorf, Szenenfoto, 1982

Gaston Salvatore und Hans Magnus Enzensberger im Oberlandesgericht Düsseldorf, 1982

… rechts neben ihm die Autoren Hans Magnus Enzensberger und Gaston Salvatore, links die Werbetexter Silvio Rizzi und Martin Suter. In der Verhandlung verlasen die beiden Werber elaborierte Texte von hoher literarischer Qualität, während die Literaten Enzensberger und Salvatore Werbung machten für ihre gerade gegründete ihre Literaturzeitschrift Transatlantik. Dass Literaten und Werber ihre angestammten Rollen tauschten, wertete der Richter als deutliches Indiz dafür, dass die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur verdiene.

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Lorem ipsum

Michael Schirner, Serie von Ölbildern, 1993

Das Olympia-Bärchen aus unserer Bewerbungskampagne für Berlin um die Olympischen Spiele im Jahr 2000 lebt weiter in „Lorem ipsum“, der Serie von Ölbildern mit Portraits berühmter Personen der Weltgeschichte.

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Jesus), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Jesus), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Napoleon), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Napoleon), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Shakespeare), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Shakespeare), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Leonardo da Vinci), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Leonardo da Vinci), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Abraham Lincoln), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Abraham Lincoln), 1993, Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (George Washington), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (George Washington), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Adolf Hitler), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Adolf Hitler), Öl auf Leinwand,1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Aristoteles), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Aristoteles), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Alexander der Große), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Alexander der Große), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Buddha), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Buddha), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konfuzius), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konfuzius), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Josef Stalin), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Josef Stalin), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Albert Einstein), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Albert Einstein), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Winston Churchill), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Winston Churchill), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konrad Adenauer), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konrad Adenauer), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Pablo Picasso), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Pablo Picasso), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Mao Tse-tung), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Mao Tse-tung), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Charlie Chaplin), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Charlie Chaplin), Öl auf Leinwand, 1993

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Michail Gorbatschow), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Michail Gorbatschow), Öl auf Leinwand, 1993

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OH WUNDER!

Konzept und Kommunikation für die Kulturzeitschrift "Lettre International", 1988

Anzeige zur Einführung der Kulturzeitschrift "Lettre International", 1988

Anzeige zur Einführung der Kulturzeitschrift „Lettre International“, 1988

Anzeige zur Einführung der Kulturzeitschrift "Lettre International", 1988

Anzeige zur Einführung der Kulturzeitschrift „Lettre International“, 1988

CREDITS

Auftraggeber: Frank Berberich, Lettre International
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Diedrich Diederichsen
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
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LINKSWICHSER

Kampagne zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf, 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

CREDITS

Auftraggeber: Kunsthalle Düsseldorf
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
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I LOVE KOHL

Kampagne für Helmut Kohl zur Wahl, 1990

Logo der Kampagne für Helmut Kohl zur Wahl, 1990

Logo der Kampagne für Helmut Kohl zur Wahl, 1990

"I love Kohl", Kampagne zur Wahl, 1990

„I love Kohl“, Kampagne zur Wahl, 1990

"I love Kohl", Kampagne zur Wahl, 1990

„I love Kohl“, Kampagne zur Wahl, 1990

"I love Kohl", Kampagne zur Wahl, 1990

„I love Kohl“, Kampagne zur Wahl, 1990

"I love Kohl", Kampagne zur Wahl, 1990

„I love Kohl“, Kampagne zur Wahl, 1990

"I love Kohl", Kampagne zur Wahl, 1990

„I love Kohl“, Kampagne zur Wahl, 1990

"I love Kohl", Kampagne zur Wahl, 1990

„I love Kohl“, Kampagne zur Wahl, 1990

CREDITS

Auftraggeber: STERN, Gruner + Jahr
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
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KISUAHELI NEUMIX

Michael Schirner, Serie von Ölbildern, 1987

1987 entstand Michael Schirners Serie von Ölbildern mit Signaturen berühmter Maler. Sie wurde 1988 zum ersten Mal in einer Einzelausstellung der Galerie Hans Mayer in Düsseldorf ausgestellt. Im Gespräch mit Markus Peichl – veröffentlicht im Katalog zur Ausstellung „Michael Schirner, BYE BYE“ – erzählt Schirner, wie es zum Titel „Kisuaheli neumix“ kam:   „Vor der Ausstellung rief mich der Galerist Hans Mayer völlig aufgelöst an: Es sei etwas schreckliches passiert, die Druckerei hätte die Einladungskarte zur Ausstellungseröffnung nicht mit unserem Text, sondern mit Blindtext gedruckt. Anstelle meines Pamphlets zum Tod des Autors stand da: „Kisuaheli neumix doc marc. Redwitzmope …“ Weil ich den Blindtext nicht schlecht fand, wurde die Einladungskarte so verschickt. Die Besucher fanden die Karte kreativ.   Konstantin Jacoby von Springer & Jacoby schickte mir die Einladungskarte mit einem schönen Kommentar: Lieber Michael, das ist ja wohl der geilste Kunsteinfall, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Absolut supergut! Wenn es nicht so typisch und blöd wäre, als Agenturbesitzer Kunst zu kaufen, würde ich Dir die ganze Serie abkaufen. So bleibt mir nur, Dir schwer beeindruckt zu diesem wirklich kategorisch neuen Einfall zu gratulieren: Kunst per Behauptung, jetzt hast Du Deine berühmten Künstler-Vorbilder voll eingeholt! Gruß, Konstantin.“

Anzeige für die Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986

Anzeige für die Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986

Nur Kunst

Michael Schirner

Da es mir ernst war mit der Gleichsetzung von Werbung und Kunst, musste ich noch den letzten Schritt tun und die bildende Kunst ganz nebenbei zu meiner Domäne zu erklären. Ich habe, um das Problem der Autorenschaft in den Mittelpunkt zu stellen und um die Herkunft guter Ideen aus der Werbung zu belegen, eine Idee aus unserer Düsseldorf-Kampagne aufgegriffen, und zwar die Anzeige mit den Signaturen berühmter Maler.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Vincent), Öl auf Leinwand, 1987

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Vincent), Öl auf Leinwand, 1987

Diese Signaturen habe ich, immens vergrößert und mit dem Originalhintergrund in Öl gemalt, dort ausgestellt, wo ich vor Jahren die Ausstellung „Werbung als Kunst“ gemacht hatte, in der Galerie Hans Mayer in Düsseldorf.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Jean Dufy), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Jean Dufy), Öl auf Leinwand, 1987

Die Gemälde zeigen, dass aus Kunst Werbung wurde, aus der schließlich Kunst wird, wobei wir am Ende dieser Geschichte wieder bei ihrem Anfang angelangt wären.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (P. Mondrian), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (P. Mondrian), Öl auf Leinwand, 1987

Meine Arbeiten sind teurer als die Arbeiten von Beuys, Lüpertz und Baselitz, weil ich an die Preise für konzeptionelle Arbeiten gewöhnt bin, die in der Werbung bezahlt werden, nicht an die Preise in der Kunstszene.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Ensor), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Ensor), Öl auf Leinwand, 1987

So habe ich eine Situation geschaffen, in der wir es mit einer Gesamtheit aller kreativen Betätigungen und Berufe zu tun haben, die alle auf ihre Vollendung in der Selbstabschaffung des Experten und Fachmanns hinauslaufen.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (G. de Chirico), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (G. de Chirico), Öl auf Leinwand, 1987

Unter diese Selbstabschaffung habe ich, da ich eben auch nur ein einzelner, sterblicher Mensch bin, meinen Namen als Signatur gesetzt …

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (de Kooning), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (de Kooning), Öl auf Leinwand, 1987

… für das Ganze also Autorenschaft beanspruchend, das in seinen Teilen die Autorenschaft ad absurdum geführt hat, und bewiesen, dass Kunst nur Werbung und Werbung nur Kunst ist, also beides nichts besonderes, aber das Höchste und Erhabenste.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (OM), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (OM), Öl auf Leinwand, 1987

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Jorn), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Jorn), Öl auf Leinwand, 1987

Wenn Kunst zur Ware wird, ist Kunst immer schon auch Werbung gewesen.

Hans Ulrich Reck in KUNSTFORUM, November/Dezember 1989

Dass Werbung Kunst wird, provoziert für Kunst eine notwendige Radikalisierung nicht ihres akapitalistischen Autonomieprinzips, sondern ihres Interventionsanspruchs gegenüber gesellschaftlich relevanten Phänomenen einer visuellen Aneignung des Wirklichen. Damit ließe sich der Streit zwischen Kunst und Werbung auflösen. Zurück bliebe die sich in sich selbst drehende Fiktion einer unbefriedigten Authentizität, die solches von der Kunst nur behauptet, um es der Werbung abzusprechen.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Corinth), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Corinth), Öl auf Leinwand, 1987

Geht es aber um die Organisation der Mittel, Aneignungsformen des Realen zu erwirken, die dieses nicht nominalistisch auflösen, sondern als Unverfügbarkeitsvoraussetzung aller Wirklichkeitserfahrung sichern, dann wird der territoriale Behauptungskampf zwischen Kunst und Werbung gegenstandslos.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Giacometti), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Giacometti), Öl auf Leinwand, 1987

Er bezieht sich nur noch auf archaische Relikte im allgemeinen, die Angst vor dem Verlust des Authentischen im besonderen.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (G. Braque), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (G. Braque), Öl auf Leinwand, 1987

Schirners strategisch beanspruchte Autorenschaft bezieht sich auf den gerade kunsttheoretisch über die zur Kunst erklärte Werbung möglich gewordenen Diskurs.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Nolde.), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Nolde), Öl auf Leinwand, 1987

Formulierungen gilt es so zu entwickeln, dass ihre Voraussetzungen für ein Selbst als Objekt ihrer Einwirkungen verständlich werden.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (LK) 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (LK), Öl auf Leinwand, 1987

Die Kritik an der Kunst ist gewiss ohne deren Beraubung nicht möglich. Allerdings bestimmt der neue Kontext eine konzeptionell gesteigerte Qualität.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Max Ernst) 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Max Ernst), Öl auf Leinwand, 1987

Die Erzeugung neuer Zeichenmodelle treibt die Reflexion auf die Wahrnehmung von Bildwirkungen weiter. Schirners Kunstbegriff identifiziert die wesentlichen Wahrnehmungsformen mit den jeweils öffentlichkeitswirksamsten Zeichenträgern und Bildformen.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Manessier) 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Manessier), Öl auf Leinwand, 1987

Er kritisiert also nicht die Kunst im Namen des Lebens oder das Museum im Namen der Kunst, sondern verwendet die künstlerischen Leistungen, um die öffentliche Regulierung der Bilder als Arbeit an ihrer Wahrnehmung zugänglich zu machen.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Nay) 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Nay), Öl auf Leinwand, 1987

Gleichzeitig klagt Schirner avantgardistische Kunstmodelle und ihr Potential genau dort ein, worauf ihre Intention genuin gerichtet ist: auf die Komplexitätssicherung am Banalen und die Zerschlagung aller metaphysischen Ästhetikbegriffe zugunsten der Organisation der künstlerischen Produktionsmittel selbst.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Mirò) 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Mirò), Öl auf Leinwand, 1987

Schirner unterwirft konzeptuelle künstlerische Errungenschaften einem Kunstbegrifft, der aus den neuen technischen Möglichkeit einer strategischen Aneignung der öffentlichen Bilder entwickelt ist.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Savinio) 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Savinio), Öl auf Leinwand, 1987

Schirner verlässt die Legitimationsfrage, ob Werbung Kunst sei, indem er darauf verweist, dass unter dem Diktat einer ästhetischen Aneignung der öffentlichen Bilder insgesamt der Begriff der Kunst und die Geltung ihrer Wirkungsabsichten sich verändert haben.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Juan Gris) 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Juan Gris), Öl auf Leinwand, 1987

Deshalb spielt Schirner kunstvoll mit medial verformten Darstellungsmitteln. Sein ironisch als Tribut an ein Werbemotiv ganz in der traditionellen Sprache der Kunstwerke gemalt „Signaturen“ (1987) …

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Buffet), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Buffet), Öl auf Leinwand, 1987

… verweisen auf den vorläufigen Schlusspunkt einer werberischen Inszenierung: auf Aura, Beglaubigung der Wertprojektion „Kunst“, das inszenierte Individuelle, die Urheberschaft.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (C. Carra), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (C. Carra), Öl auf Leinwand, 1987

Gerade diese sind aber durch die ironische Beglaubigung einer Eigenhändigkeit von außen (Schirner, der die Signaturen anderer als Bilder in deren jeweiligem Stil malt) nichts als die Auflösung dieser Prätentionen. Denn sie wurden zuerst in Rahmen einer kommerziellen Kampagne für Düsseldorf als Kulturstadt entwickelt.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Chagall), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Chagall), Öl auf Leinwand, 1987

Die handgemalten „Signaturen“ vergrößern einzelne Elemente dieser Kampagne und übersteigern den zentralen Aura-Ort des Werkes im Sinne einer sprengenden Imitation. Der Autoritätsträger der Signatur wird zum Ausdruck einer konzeptionellen Bildmontage und der werberischen Ironie-Strategie: Werbung als Kunst. Das ist nicht das letzte Wort. Notwendig ist eine Umfunktionierung de Kunstbegriffs.

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Magritte), 1987, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Kisuaheli neumix, ohne Titel (Magritte), Öl auf Leinwand, 1987

Die kunstvernichtende Parallelisierung von Kunst und Werbung muss zur Provokation neuer, irritierender Ausdrucksformen werden. Kunst als Befremden gegen die Wirklichkeit ihrer Vereinnahmung ist, was es zu entwickeln gilt. Das gelingt nicht mehr der aktuellen eitlen Naivität. Kunst muss sich auf die möglichen subversiven Potentiale im Widerspruch der gnadenlosen Kapitalisierung allen Tuns radikal einlassen. Das tut Schirners Werbung längst.

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GERAHMTE LANDSCHAFTEN

Aktion für die Bürgerinitiative gegen die Zerstörung des Naturschutzgebietes Lauvenburg, Kaarst, 1981

Installation für die Bürgerinitiative gegen die Zerstörung des Naturschutzgebietes Lauvenburg, Kaarst 1981

Installation für die Bürgerinitiative gegen die Zerstörung des Naturschutzgebietes Lauvenburg, Kaarst 1981

Installation für die Bürgerinitiative gegen die Zerstörung des Naturschutzgebietes Lauvenburg, Kaarst 1981

Installation für die Bürgerinitiative gegen die Zerstörung des Naturschutzgebietes Lauvenburg, Kaarst 1981

CREDITS

Auftraggeber: Bürgerinitiative Kaarst
Kreativdirektor: Michael Preiswerk (Art), Franz Brauer (Text)
Grafiker: Ivica Maksimovic
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15 PICTURES IN OUR MINDS, 2013

Michael Schirner, Outdoor Installation, Scotiabank CONTACT Photo Festival, Toronto, 2013

Michael Schirner, Michael Jackson holding a baby out of the window of the Adlon Hotel, Horizontal Billboard, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Michael Jackson holding a baby out of the window of the Adlon Hotel, Horizontal Billboard, Toronto 2013

Auf dem größten Fotofestival der Welt 2013 in Toronto wurden 15 Pictures in our Minds auf 4 Horizontal Billboards und 11 City Light Posters als Installation im öffentlichen Raum ausgestellt.

Michael Schirner, Osama Bin-Laden watching himself on television,  Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Osama Bin-Laden watching himself on television, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Katalogauszug: Scotiabank CONTACT Photography Festival is an annual event in May with Canadian and international artists and photographers exhibiting at more than 175 venues throughout the Greater Toronto Area.

Michael Schirner, Passengers of US Airways flight await rescue on the Hudson River, Horizontal Billboard, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Passengers of US Airways flight await rescue on the Hudson River, Horizontal Billboard, Toronto 2013

Founded as a not-for-profit organization in 1997 and now a charitable organization, the Festival is devoted to celebrating, and fostering the art and profession of photography, through a diverse range of programmes.

Michael Schirner, Mortally wounded member of Loyalist troops in the Spanish Civil War, Horizontal Billboard, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Mortally wounded member of Loyalist troops in the Spanish Civil War, Horizontal Billboard, Toronto 2013

As a leading proponent of photography, the Festival increases exposure and recognition for local, Canadian and international artists and is committed to advancing knowledge, creativity and innovation in photography.

Michael Schirner, Crowds on the Berlin Wall, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Crowds on the Berlin Wall, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

It stimulates excitement and discussion among a diverse audience that has grown to over 1.8 million. CONTACT is the largest photography event in the world, and premier event in canada.

Michael Schirner, Tortured Iraqi prisoner with hood, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Tortured Iraqi prisoner with hood, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner’s series Pictures in Our Minds (1985 – 2011) connects our processes of reading and visual interpretation, reflecting on how language is intimately connected with the cultural codes through which we understand images.

Michael Schirner, Portrait of Che Guevara, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Portrait of Che Guevara, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Schirner’s stark descriptions of iconic photographs evoke images that have been engraved in our collective consciousness by the ubiquity of mass media.

Michael Schirner, Marilyn Monroe poised over a subway air-shaft, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Marilyn Monroe poised over a subway air-shaft, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Drawing on the conventions of advertising and the strategies of conceptual art, they engage the viewer’s interpretive faculties, deliberately withholding any actual glimpse of the photos themselves.

Michael Schirner, Jack Ruby shooting Lee Harvey Oswald, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Jack Ruby shooting Lee Harvey Oswald, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Displayed within the everyday context of billboards and street posters, the work highlights the public nature of visual culture and the role of images in structuring our perceptions.

Michael Schirner, Mao Tse-tung swimming in Yangtze Kiang, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Mao Tse-tung swimming in Yangtze Kiang, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Referencing the plain tone of documentary photo captions, Schirner’s white texts on black backgrounds describe a wide range of notable images:

Michael Schirner, Naked Vietnamese child fleeing after a napalm attack, Horizontal Billboard, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Naked Vietnamese child fleeing after a napalm attack, Horizontal Billboard, Toronto 2013

many are traumatic, such as Naked Vietnamese child fleeing after a napalm attack, which conjures the photograph of Phan Thi Kim Phúc taken by Nick Ut (1972);

Michael Schirner, Albert Einstein sticking his toungue out, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Albert Einstein sticking his toungue out, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

others are lighthearted, such as Albert Einstein sticking his tongue out, which describes the uncharacteristic 1951 portrait of the physicist by Arthur Sasse.

Michael Schirner, Wreckage of the World Trade Center, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Wreckage of the World Trade Center, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Each of Schirner’s image references share an ability to evoke the powers of our imaginations and a sense of cultural import that is greater than what can be signified by visual language alone.

Michael Schirner, The footprint of the first man on the moon, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The footprint of the first man on the moon, Vertical City Light Poster, Toronto 20133

Based in Berlin and Beijing, Schirner works at the intersection of multiple genres, blurring the boundaries between mass media, fine art, and photography.

Michael Schirner, The explosion of the airship Hindenburg, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The explosion of the airship Hindenburg, Vertical City Light Poster, Toronto 2013

This wide range reflects the German artist’s diverse professional life: Schirner is a creative director in advertising, a professor of communication design, and an artist working at the intersection of media art, photography, performance, and installation.

http://2013.scotiabankcontactphoto.com/public-installations/1423

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IMI

Plakatkampagne für die Ausstellung IMI Knoebel, Kunsthalle Düsseldorf, 1997

Plakat für die Ausstellung IMI Knoebel, Kunsthalle Düsseldorf 1997

Plakat für die Ausstellung IMI Knoebel, Kunsthalle Düsseldorf 1997

CREDITS

Auftraggeber: Kunsthalle Düsseldorf
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Catharina von Poser
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FÜR BEN

Kampagne für die IBM-Ausstellung "Wandel der visuellen Kultur" im Bauhaus-Archiv, Berlin, 1988

Plakat für die IBM-Ausstellung "Wandel der visuellen Kultur", 1988

Plakat für die IBM-Ausstellung „Wandel der visuellen Kultur“, 1988

Elektronisches Bild von Ben Vautier

Elektronisches Bild von Ben Vautier

Elektronisches Bild von Michael Schirner

Elektronisches Bild von Michael Schirner

CREDITS

Auftraggeber: IBM Deutschland GmbH
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner, Ben Vautier
Artdirector: Claudia Hammerschmidt, Ben Vautier
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