Archiv der Kategorie: Kunst

UNSATISFACTION GUARANTEED

POPE, Pop-CD von Michael Schirner, 1999

POPE, Pop-CD von Michael Schirner, 1999, CD-Cover

POPE, Pop-CD von Michael Schirner, CD-Cover, 1999

Die Musik von Michael Schirner folgt dem wesentlichen Prinzip zeitgenössischer Pop-Musik: der Auflösung alter Regeln für das Zusammenspiel von Melodie und Harmonie. Mit POPE geht Michael Schirner einen Schritt weiter: Er zerstört nicht nur Melodie und Harmonie, sondern auch den Rhythmus. Die Strukturen der Stücke werden aufgelöst, die Mikrostrukturen erscheinen. Die Klangerlebnisse sind extrem, den Hörgewohnheiten wird heftig widersprochen, die Musik stößt an die Grenzen. Nebenwirkungen: Übelkeit, Schwindel, Herzrhythmusstörungen. Unsatisfaction guaranteed!

Die Gruppe POPE sind Suppi Huhn, Thomas Junk und Michael Schirner

Die Gruppe POPE sind Suppi Huhn, Thomas Junk und Michael Schirner, 1999

„WIR SPIELEN STÜCKE, DIE WIR MÖGEN, UND ZERSTÖREN SIE, SO GUT WIR KÖNNEN.“

Michael Schirner

Thomas Junk: „POPE könnte das sein, was nach Techno kommt.“

Suppi Huhn: „Die Musik von Michael Schirner ist die konsequente und radikale Weiterentwicklung der gegenwärtigen Pop-Musik.“

POPE, Pop-CD von  Michael Schirner, Leavelet, 1999

POPE, Pop-CD von Michael Schirner, Leavelet, 1999

THE KING OF JAMAICA

Das Video von POPE

Das Konzept für POPE entwickelte Michael Schirner auf Jamaica. CD und Video sind autobiografisch: Sie handeln von der Zeit, als Michael Schirner mit drei Frauen und einem Kind auf Jamaica war. Die Stücke und das Video „King of Jamaica“ erzählen die Geschichte der Protagonisten.

POPE, Pop-CD von  Michael Schirner, Leavelet, 1999

POPE, Pop-CD von Michael Schirner, Leavelet, 1999

Michael Schirner: „Ich danke Uli und ihrer Tochter Xenia, die mich nach Jamaica begleitet haben – ins Trident, dem Hotel im englischen Landhausstil, grün und weiß, Buchsbaumhecken, 50 Pfauen und Perlhühner – und mich trösteten.

Ich danke Pia und ihrer Schwester Miriam, die ein paar Tage später kamen, um uns Gesellschaft zu leisten, Pia, die feststellte, dass wir nicht zusammenpassen, und Miriam, die dort das Video zu POPE mit Pia, Uli, Xenia und mir drehte.

Ich danke Suppi Huhn, den Musikern und allen, die mir gute Ratschläge gegeben haben: Diedrich Diederichsen, Andreas Dorau, Frank Fenstermacher, Jochen Hülder, Inga Humpe und Ulli Maier, dem Erfinder des Namens POPE.

Suppi Huhn, Chicken Records: „POPE setzt da an, wo KLF, Ween, Beck und Daft Punk aufhören. POPE ist für Elektro-Fans und alle, die Interesse an Neuem und Experimenten in der Pop-Musik haben. POPE führt die Trendsetter mit den Stücken 1 bis 10, die soft und tanzbar sind, an die Hard-Core-Versionen 11 bis 19 heran. Das Material der Stücke stammt aus unterschiedlichen Stilrichtungen, deshalb ist das Publikum groß. Jugendlichen bietet POPE die Möglichkeit, mit extremem Musikgeschmack zu schockieren und zu demonstrieren, dass sie nicht mainstream sind.“

Die Gruppe POPE mit Suppi Huhn, Thomas Junk und Michael Schirner gab 1999

Live-Auftritte im Malkasten Düsseldorf und im E-Werk Köln. POPE wird verlegt von Chicken Records und vertrieben von Koch International.

„UNFORTUNATELY, THE MATERIAL IS NOT WHAT WE ARE LOOKING FOR.“

Jeff Fenster, Jive Records N.Y.

“Strange, aber interessant” Ralph Kotowski, Mercury/Polygram; “Das ist Scheiße!” Walter Holzbaur, Wintrup Music; “Zu innovativ, aber die Soft- und Hardcore-Unterteilung ist lustig.” Michael Wolf, Virgin München; “Klasse! Die Leute aus den Nachbarbüros sind gekommen und haben gefragt, ob ich jetzt übergeschnappt wäre.” Alfred Dübell, Koch International; “Cooler Stuff” Sacha Voss, Arcade; “I was amused.” Inga Humpe, It Worx; “Das Video ist ja mal der Hammer: Wenn der Track mich schon in meinen Grundmauern erschüttert, dann finde ich für die visuelle Umsetzung keine Worte. Musik für das 4. Jahrtausend?” Georg Roth, Dos or Die

CREDITS

POPE, Pop-CD und Maxi Single, 12″ Maxi Single,

A: Xenia Dub Mix, B1: Xenia Club Mix, B2: DJ Remix Tools

Michael Schirner: Concept, Music

Suppi Huhn: Music, Production

Thomas Jung: DJ, Design

DJ „Duck“ Anderson: Rap Vocals

Stefan Berkenfeld: Trobone

Suppi Huhn: Keyboard, E-Percussion

Jan Kazda: Bass

Oliver Kok: Trumpet

Monika Meyer: Opera Vocals

Sameh Mina: Drums

Andreas Reck: Vocals, Guitar

Cosima Russo: Chorus

Michael Schirner: Spoken Voice

Joana Smith: Chorus

Markus Wienstroer: String Arrangements

Günter Zulauf: Guitar

Verlag: Chicken Records

Vertrieb: Koch International

CREDITS

POPE, Video „King of Jamaica“

Miriam Dehne: Script, Direction, Camera

Pia Dehne: Actress

Uli Brahm: Actress, Photos

Xenia Brahm: Actress

Michael Schirner: Actor

Thomas Junk: Video Composing

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MEIN ARSCH GEHÖRT IHNEN

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Meterverlag, 1986

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Text auf dem Rücktitel: Werner Büttner

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Text auf dem Rücktitel: Werner Büttner, 1986

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Seite 6/7

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Seite 6/7, 1986

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Seite 94/95

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Seite 94/95, 1986


COPYRIGHT

1986 Michael Schirner – Meterverlag

Illustrationen von Adolf Oehlen

Herausgegeben im Meterverlag

2000 Hamburg 20

Fettstraße 7a

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10 PICTURES IN OUR EARS, 2007

Michael Schirner, "Bilder im Kopf", Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf, 2007

Katalog "Bilder im Kopf", Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf 2007, Titelabbildung: Thomas Demand

„Bilder im Kopf“, Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf, Katalog „Bilder im Kopf“, 2007

Das Titelbild des Katalogs ist von Thomas Demand, Idee und Konzept der Ausstellung von Michael Schirner. Das Projekt wurde durchgeführt von NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf und WDR 5 Köln.

Katalog "Bilder im Kopf", Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf mit CD, 2007

„Bilder im Kopf“, Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf, Katalog mit CD, 2007

10 Audioplayer hingen an den Wänden des Forums. Über Kopfhörer konnten Besucher Beschreibung von 10 Bildern hören. An 10 Tagen strahlte der WDR 5 die Hörbilder aus.
Hier ein Ausschnitt:

Spanischer Loyalist, 1936 von Robert Capa

Hans-Michael Koetzle

„Soldaten sterben nicht. Soldaten fallen. Dieser fällt buchstäblich. Aber stirbt er auch? Hat ihn die Kugel getroffen? Oder wirft er sich im Dienste linker Propaganda rückwärts ins Gras? Sicher ist: Robert Capas Bild eines stürzenden spanischen Milizionärs zählt zu den berühmtesten Photographien des 20. Jahrhunderts. Es ist nicht das erste Kriegsfoto der Geschichte. Aber womöglich „das erste überzeugende Actionbild mitten aus dem Kriegsgeschehen heraus“, wie Carol Squiers formuliert. Richard Whelan spricht von der „erregendsten unmittelbarsten Momentaufnahme des Krieges“, die je gelungen sei. Russel Miller bezeichnet die Aufnahme als das „beste Kriegsfoto aller Zeiten. … Fact ist: Von 70.000 Aufnahmen, die der 1913 in Ungarn geborene Robert Capa gemacht hat, ist dies die weltweit bekannteste. Und die umstrittenste zugleich. Bis heute halten sich Gerüchte, das Bild sei inszeniert. Im Bildjournalismus sind Strategien der Inszenierung entschieden tabu. Wer Fotos stellt, riskiert seine Glaubwürdigkeit als Zeuge der Zeitgeschichte. Mehr noch: Er riskiert die Glaubwürdigkeit seines kompletten Oevres.“

Liste weiterer Hörbilder:

  • Migrant Mother, Nipomo, California, 1936 von Dorothea Lange
  • V.J. Day, 15. August 1945 von Alfred Eisenstedt
  • Marilyn Monroe auf Lüftungsschacht, 1954 von Sam Shaw
  • James Dean am Times Square, 1955 von Dennis Stock
  • Flucht aus Ost-Berlin, 15.August 1961 von Peter Leibing
  • Willy Brandt in Warschau, 1970 von Sven Simon
  • Das Mädchen von Vietnam, 1972 von Nick Ut
  • Hanns Martin Schleyer – Gefangener der RAF, 6. September 1977,
    aufgenommen von einem Mitglied der RAF
  • 11. September 2001, anonym
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12 PICTURES IN THE MIND OF CHINESE PEOPLE, 2007

Michael Schirner, Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf, 2007

Michael Schirner, Mao, Ze Dong swimming in Yang Zi Jiang, Siebdruck auf Leinwand, 1985 – 2013

Michael Schirner, Mao, Ze Dong swimming in Yang Zi Jiang, Siebdruck auf Leinwand, 1985 – 2013

In der Ausstellung „Bilder im Kopf“ im NRW-Forum Düsseldorf 2007 wurden zusätzlich zu 10 Hörbildern, 7 PICTURES IN OUR MINDS von Michael Schirner noch 12 „Bilder im Kopf der Chinesen“ veröffentlicht. Im Katalog erschien ein Beitrag von Michael Schirner mit dem Ergebnis einer Umfrage unter Chinesen; Kexin Zang und Michael Schirner hatten die Umfrage mit Studierenden der Central Academy of Fine Arts Beijing durchgeführt. Aus mehreren tausend Fotos und nach umfangreichen Recherchen, Gesprächen und Diskussionen wurden die 12 wichtigsten Bilder im Kopf der Chinesen ermittelt und im Katalog beschrieben.

Wahrscheinlich kennen Sie nur wenige der Bilder, die die wichtigsten der 1,3 Milliarden Chinesen sind, und die einen wesentlichen Teil des kollektiven Gedächtnisses einer Nation ausmachen.

„Die Kaiserinwitwe Ci Xi in Gewändern eines Bodhisattva Alvalokites Vara“

Das 1903 vom Prinzen Xun Ling gemachte Bild zeigt die Witwe des Kaisers Xian Feng sitzend, rechts und links von ihr zwei Frauen, im Hintergrund der gemalte Prospekt eines Bambushains, im Vordergrund Nachbildungen blühender Lotospflanzen. Zwei handbreit über dem Kopf der Kaiserinwitwe schwebt ein Schild mit ihrem Namenszug.

Es wird erzählt, Eunuchen hätten versucht, die Herrscherin von dem Fotoportrait abzuhalten und es sogar geschafft, dass Prinz Xun Ling eingesperrt wurde. Doch die Neugier von Ci Xi siegte, sie erlaubte dem Prinzen, das Bild zu machen, das nahezu jeder Chinese im Kopf hat, wenn er an Ci Xi denkt.

„Peking-Oper-Star Mei Lang Fang und Chaplin schütteln sich die Hände“

Das Bild von 1930 zeigt die zwei Weltstars der 20er und 30er in Chaplins Haus in Hollywood Hand in Hand in die Kamera lächelnd: Chaplin mit vollem schwarzen Haar und grauem Zweireiher, Mei Lang Fang im Chang Pao, dem knöchellangen Rock, mit Ma Gua, der kurzen Seidenjacke.

Als sein Manager die beiden vorstellen wollte, sagte Chaplin, er bewundere Mei Lang Fangs Schauspielkunst seit Jahren, worauf dieser erwiderte, er kenne Chaplin schon seit 10 Jahren mit Stock, Bärtchen und Melone aus seinen Filmen und sei völlig überrascht, ihn hier im grauen Anzug zu sehen. – Als beide sich 1936 in Shanghai wiedersahen, bemerkte der ergraute Chaplin: „Vor 10 Jahren hatten wir beide schwarze Haare, heute nur noch Sie“, worauf Mei Lang Fang sagte: „Wahrscheinlich weil ich nur Schauspieler bin, und Sie sehr viel mehr tun.“

 

„Dr. Norman Bethune operiert einen Schwerverletzten im 2. Chinesisch-Japanischen Krieg“

Das 1939 gemachte Bild zeigt Dr. Norman Bethune mit zwei chinesischen Sanitätern im Feldlazarett bei einer Operation über den geöffneten Körper eines Schwerverletzten gebeugt.

Der Kanadier Bethune, Pionier des Bluttransfusionsdienstes und des mobilen chirurgischen Feldlazaretts, der 1938 nach China kam, um Maos Soldaten im Chinesisch-Japanischen Krieg medizinische Hilfe zu leisten, dort oberster Truppenarzt wurde, tausende von Chinesen zu Ärzten ausbildete und abertausend Operationen an der Front durchführte, sich dabei infizierte und 1939 an einer Blutvergiftung starb, gilt noch heute in China als Held der Menschlichkeit.

„Mao proklamiert die Gründung der Volksrepublik China“

Das Bild vom 1. Oktober 1949 zeigt Mao hinter Mikrophonen am Tor des Himmlischen Friedens beim Verlesen der Erklärung zur Gründung der Volksrepublik.

Mit einem Druck auf den roten Knopf löst Mao das Hissen der Chinesischen Flagge und 28 mal 54 Salutschüsse aus. (Vor 28 Jahren wurde die Chinesische Kommunistische Partei gegründet, 54 Minderheiten gab es zu der Zeit in China.)

 

„Mao, Ze Dong schwimmt im Yang Zi Jiang“

Das Bild vom 1. Juni 1956 zeigt Mao, nahe Wu Chang beim Überqueren des Yang-Zi-Flusses.

Tausende folgten Mao ans andere Ufer, wo er sein Shui-Diao-Ge-Tou-Gedicht (Das Schwimmen) mit seinem Traum vom Drei-Schluchten-Damm vortrug. Die Überquerung des Yang-Zi-Flusses wiederholte Mao in den folgenden 10 Jahren 6 Mal.

„Liu, Shao Qi ehrt Chuan Xiang für das Leeren der Toiletten Pekings“

Das Bild vom 26. Oktober 1958 zeigt Präsident Liu, der dem zum nationalen Helden der Arbeit gewählten Shi die Hand schüttelt.

Bei der Ehrung soll der Präsident Shi gesagt haben: „Meine Aufgabe ist es, dem Volk zu dienen. Deine Aufgabe ist dieselbe. Der Unterschied liegt in der Arbeitsverteilung.“ – Während der Kulturrevolution wurde der Präsident verhaftet, ebenso der von ihm geehrte Held der Arbeit.

 

„Der Soldat Lei, Feng“

Das Bild zeigt Lei, Feng mit Pelzmütze und Kampfanzug, eine Maschinenpistole haltend.

Der am 15. August 1962 bei einem Unfall ums Leben gekommene 22jährige Soldat der Chinesischen Volksbefreiungsarmee wurde in den Wirren der Kulturrevolution (1966 – 1976) im Nachhinein von Mao als Held der Selbstlosigkeit und Hilfsbereitschaft ausgezeichnet.

Danach tauchten Fotos auf, die zeigen, wie er arbeitet, mit Kindern spielt, sein Geld verschenkt und Maos Werke studiert; seine Tagebücher wurden publiziert und machten seinen Opfermut bekannt: „Es sind die Menschen und die Regierung, die mir ein zweites Leben gegeben haben. Ich will mein endliches Leben für das unendliche Leben des Volkes geben.“  Seit jenen Tagen wurde „Lei, Feng“ in China zum Synonym für „den-Anderen-dienen“.

 

„Der 5 Kilometer lange Abschied von

Zhou, En Lai“

Das Bild von 1976 zeigt den Platz des Himmlischen Friedens, im Vordergrund ein weißer, bekränzter Bus, dem eine Eskorte folgt, im Hintergrund ein langer Zug von Trauernden.

Zhou, En Lai, am 5. März 1898 geboren, war wichtiger Führer der Kommunistischen Partei Chinas und von 1949 an Premierminister der Volksrepublik, bis er am 8. Januar 1976 – einige Monate vor Mao – starb. Im April 1976 wurden Trauermärsche für Zhou von der „Vierer-bande“ (Maos Frau u.a.) gewaltsam aufgelöst.

„Deng, Xiao Ping, einen Tag nach seinem Rückzug aus der Politik, zeitunglesend“

Das Bild von 1990 zeigt Deng im Wohnzimmersessel zurückgelehnt mit hochgehaltener Zeitung und ausgestreckten Beinen. Neben ihm seine Frau, die dem Enkel auf ihrem Schoß ein Blatt Papier vorhält und ihm daraus vorliest.

Nach dem offiziellen Rückzug aus der Politik blieb Deng, unterstützt von seiner Familie, vor allem seinem Sohn Deng, Pu Pang, beratend für die Regierung und seinen Nachfolger Jiang, Ze Min tätig. – Im Mai 1990 reiste der ehemalige Bundeskanzler und Herausgeber der ZEIT Helmut Schmidt nach Peking und traf Deng, Xiao Ping.

„Die Schülerin mit den großen Augen“

Das Bild von 1991 zeigt eine 8jährige Schülerin, die einen Bleistift in der Hand hält und mit großen Augen in die Kamera blickt.

Der Fotojournalist Xie, Hai Long hat das Mädchen Su, Ming Juan an ihrem ersten Schultag in einem Dorf der An-Hui-Provinz fotografiert. Das Foto, in allen Zeitungen Chinas veröffentlicht, wurde zur Ikone für das „Hoffungsprojekt“, der Spendenaktion für die Ausbildung armer Kinder. – 1998 wurde Su Ersatzmitglied des Zentralkomitees der Partei und 2002 Mitglied des Komitees der Kommunistischen Jugend-Liga.

„Der erste Taikonaut nach seiner Rückkehr aus dem All“

Das Bild vom 16.10.2003 zeigt den 38jährigen Yang, Li Wei in weißem Raumanzug mit erhobener Hand grüßend, umgeben von einem Team in roten Overalls.

Den 21 Stunden dauernden Flug kommentierte der erste Taikonaut: „Aus dem Weltraum sieht die Erde wunderschön aus, doch die Chinesische Mauer habe ich nicht gesehen.“ – Da man in China das nationale Symbol des Landes für das einzige Bauwerk hält, das aus dem All zu sehen ist, sorgte sein Kommentar für Diskussion. Einige vermuten, Yang hätte wegen schlechten Wetters den Stolz der Chinesen übersehen.

„Chinas Mongolei-Kuhjoghurt-Supergirl 2005 mit Panda“

Das Bild vom 20. Januar 2006 zeigt das Supergirl Li, Yun Chun, das neben einem vergitterten Container mit Panda hockt.

Li, Yu Chun, 21, die von 400 Millionen TV-Zuschauern zum Supergirl 2005 (dem chinesischen „Deutschland sucht den Superstar“) gewählt wurde, ist eine Studentin, die wie ein Mann singt, sich manchmal wie Mick Jagger anzieht und für mongolischen Kuh-Joghurt wirbt. Anlässlich einer Werbeveranstaltung des Kaufhaus’ „Panda“ in Cheng Du adoptierte sie einen jungen Panda, der aus Wo Long eingeflogen, auf der Bühne mit ihr präsentiert wurde und vom Lärm des Publikums und den Blitzlichtern der Photographen verschreckt, in Ohnmacht fiel, was Tierschützer aufbrachte und die Regierung veranlasste, die Wahl des Supergirls in Zukunft zu untersagen.

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7 PICTURES IN OUR MINDS, 2007

Michael Schirner, Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf, 2007

Michael Schirner, Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf 2007, Exhibition Shot

Michael Schirner, Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf 2007, Performance Shot

In der Ausstellung „Bilder im Kopf“ im NRW Forum Düsseldorf 2007 sahen die Besucher 7 PICTURES IN OUR MINDS, mit denen Michael Schirner Bürgerrechte für Tiere einfordert.

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The head of the South Vietnamese police shooting a panda, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The head of the South Vietnamese police shooting a panda, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The footprint of the first panda on the moon, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The footprint of the first panda on the moon, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Genetically manipulated panda with an ear growing on his back, Siebdruck auf Leinwand , 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Genetically manipulated panda with an ear growing on his back, Siebdruck auf Leinwand , 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Michael Jackson holding a panda baby out of the window of the Adlon Hotel, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Michael Jackson holding a panda baby out of the window of the Adlon Hotel, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, China's Mongolian Cow Yogurt Super Girl 2005 with panda, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, China’s Mongolian Cow Yogurt Super Girl 2005 with panda, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The last picture of Bruno, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The last picture of Bruno, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The last picture of the bear Mitrofan, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The last picture of the bear Mitrofan, Siebdruck auf Leinwand, 2007

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PICTURES IN OUR MINDS, 1985 – 2013

Michael Schirner, Siebdrucke auf Leinwand, 1985

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Hamburg 1985, Exhibition Shot

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Hamburg 1985, Exhibition Shot

EINE FOTOAUSSTELLUNG OHNE FOTOS

Michael Schirner

Der Intermedia-Kongress 1985, die Messe der neuen Medien in Hamburg, war der Anlass. Hier wollte das Magazin STERN ein Zeichen setzen und die Kraft und Überlegenheit des gedruckten Mediums exemplarisch demonstrieren. Für die Demonstration des Printmediums galt es, ein Ausstellungskonzept zu finden, eine Form der Präsentation für die stärksten Bilder, die je in Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht wurden. Uns war klar, dass es nicht damit getan war, die bekannten journalistischen Fotos in einer Ausstellung nebeneinander zu hängen.

Wir wollten die Technik der Kommunikation von Imaginärem in der Kunst auf die Spitze treiben, indem wir uns weit entfernten von Referenzen auf Außenliegendes, uns stattdessen auf das Innere des Betrachters, seine Fantasie- und Gedankenarbeit beziehen. Wir machten den Betrachter zu seinem Medium: Die Hardware ist sein Gehirn, die Software seine Imagination, auf seiner Festplatte sind alle Bilder, die in seinem Kopf gespeichert sind. Deshalb gaben wir dem Projekt den Titel PICTURES IN OUR MINDS.

Die Besucher der legendären Ausstellung PICTURES IN OUR MINDS, die zum ersten Mal in den Hamburger Messehallen gezeigt wurde, betraten eine Fotoausstellung ohne Fotos.

Statt der Bilder sahen sie schwarze Tafeln, auf denen in weißer Schrift die Beschreibungen bekannter Fotos zu lesen sind. Die Texte auf den Tafeln des imaginären Museums ließen die Bilder in den Köpfen der Betrachter entstehen. Hier war nur noch die Imagination des Betrachters gefordert, das Schwarze der Tafeln aufzuhellen. Das ist Kunst der Zukunft: Das Bild muss es aushalten können, ganz in der Imagination des Betrachter zu verschwinden. Der Text, und vor allem der Autor, müssen dasselbe aushalten können.

Michael Schirner, The footprint of the first man on the moon, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS,The footprint of the first man on the moon, Siebdruck auf Leinwand, 1985 – 2013

Lassen Sie uns einen Blick in die Ausstellung werfen. Sie sehen eine 120 x 120 cm große schwarze Tafel. Sie lesen den Text darauf: „The footprint of the first man on the moon“. Der Fußabdruck des ersten Menschen auf dem Mond. Sie schließen die Augen. Vor Ihrem inneren Auge tauchen die Bilder der ersten Mondlandung auf:

Ein Astronaut. Die Mondoberfläche. Der Boden im Close up. Der Fußabdruck des moonboots. Sie sind Schöpfer des Bildes in Ihrem Kopf. Es ist Ihr Bild. Sie sind der Fotograph. Es ist Ihr Fußabdruck. Sie sind der erste Mensch auf dem Mond.

Michael Schirner, Crowds on the Berlin Wall, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Crowds on the Berlin Wall, Siebdruck auf Leinwand, 1985 – 2013

Sie lesen: „Crowds on the Berlin wall“. Sie machen aus dem Bild an der Wand ein Bild in Ihrem Kopf. Das Bild der Menge auf der Berliner Mauer ist Ihr Werk. Ihr Bild ist stärker als die Fotovorlage, weil es seit dem Fall der Mauer ein Teil von Ihnen ist.

Alle Bilder in Ihrem Kopf sind stärker, intensiver, bewegender als die Bildvorlagen in Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Kino, Museen etc. weil es Ihre Bilder sind. Ihr geistiges Eigentum. Sie sind der Schöpfer Ihrer Bilder.

Michael Schirner, Tortured Iraqi prisoner with hood, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Tortured Iraqi prisoner with hood, Siebdruck auf Leinwand, 1985 – 2013

Der gefolterte Gefangene Iraker mit Kapuze. Wenn Sie das Bild nicht gleich vor Augen haben, weil es in Ihrem kollektiven Gedächtnis schlummert, wecken Sie es nicht, lassen Sie es schlummern. Sie wissen, es ist auf Ihrer Festplatte im Ordner mit Bergen nackter, kotbeschmierter gefolterter, gefangener Iraker. Da ist es: der Kapuzenmann mit Mantel und ausgebreiteten Armen in Abu Ghraib… die Stromkabel an seinen Händen

Michael Schirner, Marilyn Monroe poised over a subway air-shaft, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Marilyn Monroe poised over a subway air-shaft, Siebdruck auf Leinwand, 1985 – 2013

Marilyn Monroe auf Subway-Luftschacht. In Ihrem Kopf läuft ein Film ab. Sie sind Regisseur- und Protagonistin. Ihr weißer Rock fliegt höher und höher; sie haben Mühe, ihn mit den Händen festzuhalten. Der Filmtitel? Richtig: Das verflixte 7. Jahr. Nur an den Namen des Herrn am linken Bildrand können Sie sich nicht mehr erinnern. Oder doch?

Michael Schirner, Naked Vietnamese child fleeding after a napalm attack, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Naked Vietnamese child fleeding after a napalm attack, Siebdruck auf Leinwand, 1985 – 2013

Das Bild des nackten vietnamesischen Kindes, das nach einem Napalm-Angriff schreiend auf der Straße von Trang Bang flieht. Ihr Bild sorgte dafür, dass der Vietnamkrieg beendet wurde. Das Bild hat die Welt zu verändern.

Michael Schirner, Wreckage of the World Trade Center, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Wreckage of the World Trade Center, Siebdruck auf Leinwand, 1985 – 2013

Die Trümmer des World Trade Center.
Das Bild führte dazu, dass der Krieg gegen den Terrorismus begann.
Das Bild vom erschossenen Bin Laden fehlt in Ihrer Sammlung.

Michael Schirner, Albert Einstein sticking his tongue out, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Albert Einstein sticking his tongue out, Siebdruck auf Leinwand, 1985 – 2013

Das Tolle an den Bildern in Ihrem Kopf – im Gegensatz zu normalen Kunstwerken, von denen es immer mehr gibt und die immer mehr Platz wegnehmen – ist, dass bei Ihren Bildern im Kopf die Kosten für Lager-, Transport- und Versicherung gleich Null sind. Das heißt, Ihre Bilder sind äußerst umweltfreundliche und platzsparende Kunst. Vielleicht streckt Albert Einstein deshalb allen Sammlern von analogen Kunstwerken die Zunge raus.

Michael Schirner, Portrait of Che Guevara, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, Portrait of Che Guevara, Siebdruck auf Leinwand, 1985 – 2013

Das Portrait von Che Guevara. Es ist Ihr Portrait. Sie sind der Che Guevara der Kunst der Zukunft.

Sie sind Sammler, Kurator, Künstler und Betrachter in einer Person. Mit dem imaginären Museum der Bilder in Ihrem Kopf sind Sie im Besitz der größten und eindrucksvollsten Sammlung, die es gibt. Und das Tolle: Alle Werke sind das Ergebnis Ihrer Fantasie- und Gedankenarbeit. Sie sind Schöpfer der faszinierendsten Bilder der Welt.

Hier ein Auszug des Beitrags von Hans Ulrich Reck, Professor der Kunstgeschichte und Medientheorie an der Medienkunsthochschule in Köln, zu „Pictures in our Minds“ von Michael Schirner in internationalen Fotozeitschrift FOAM #31ref. Sommer 2012. Ein Auszug:

DER KREATIVE IKONOKLASMUS

Hans Ulrich Reck

„Dass Bilder erst wirklich ’sind‘, nämlich lebendig wirken, in einer aktuellen Wahrnehmung, gilt schlechterdings für alle Bilder. Besonders aber für diejenige Art von Bildern, die man als artifizielle Konstrukte bezeichnen kann. Bilder also, die nichts anderes sein wollen als ein Anstoß, ein Anlass oder Ausgangspunkt solcher Wahrnehmung.

Es handelt sich hier wesentlich um eine Errungenschaft der radikalen Moderne, die an die Stelle ritueller und auratischer, religiöser und sakraler Bilder die ästhetische Reflektion gesetzt hat. Diese aber keineswegs nur abstrakt, als philosophische Kategorie, sondern in poetischer Gestalt.

Seit zum Beispiel Kasimir Malewitsch bedeutet, Bilder zu sehen, sich zur eigenen Wahrnehmung in ein aktives Verhältnis zu setzen. Bedeutet, das Sehen zu sehen und die Wahrnehmung an den Mechanismen der Wirkung von Bildern zu betrachten.

Das Gefüge in der Verbindung zwischen Autor, Werk, Betrachter wird komplizierter. Die Bilder verlieren ihre bisherige Autorität und gewinnen neue Kraft. Sie verwandeln sich von Repräsentanten eines Sinns zu ‚Kraftwerken‘ einer Erfahrung. Es verschiebt sich im Zuge der modernen Poetik das Werk und die Autorität seines Erzeugers auf den Gang der Erfahrungen auf Seiten des Betrachters.

Die Bedeutung der Bilder ist ihr Gebrauch in der Gesellschaft. So könnte man bildtheoretisch Wittgensteins Auffassung vom Gebrauch der Sprache umschreiben. Auch für die Bilder gilt, dass sie nicht in ein einziges Sprachspiel aufgelöst werden können, sondern dass stets viele und diverse Formen und Weisen des Visuellen gegeben sind. Schirners Werk legt folgende Diagnose nahe: Die schöpferischen Leistungen der Rezipienten müssen neu und angemessen auch in den Konsequenzen der Nutzung der Bilder im öffentlichen Gebrauch bewertet werden. Die Bilder sind öffentliche Medien geworden. Sie sind konsequent in ihrer öffentlichtkeitsmodellierenden Kraft zu erkennen und zu diskutieren. Künstler, die durch Bekanntheit ihrer Werke, also genuine Bild- und Werkerfindungen, in den Zirkulationsbereich strikter öffentlicher Bilder hineingehören, sind eben solche, die den Bestand der lebensweltlichen Kommunikation in ihre Bildfindungen einbeziehen. Das gilt für Picassos ‚Guernica‘ ebenso wie für die Werke der Pop Art. Und eben auch für Michael Schirner. Man kann die Sachlage so zusammenfassen: Das 20. Jahrhundert hat den Betrachter als produktive, ja schöpferische Instanz in das Werk selber integriert. Das Werk verschiebt sich auf den Prozess, der Anspruch des Autors auf die Wirkweisen des Mediums.

Kreieren bedeutet nun vorrangig: Inszenieren, Arrangieren, Edieren, immer wieder neu Thematisieren. Die Kräfte haben sich verschoben, das Dispositiv verwandelt.

Die privilegierte, ontologisch starre Position eines hierarchisch und autoritativ allem Prozessualen enthobenen, genuinen und originären Erfinders als Figur ‚des‘ Künstlers ist überholt. ‚Kunst ohne Werk‘, ‚Kunst ohne Künstler‘ sind entscheidende Stichworte der Beschreibung und Errungenschaften der Künste im 20. Jahrhundert.“

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DER LÄRM DER AUSLÖSER

Fotoaktion von Photo Porst "Die Minute des Jahres", Photo Porst, 1980

Anzeige für die Fotoaktion "Die Minute des Jahres", 1980

Anzeige für die Fotoaktion „Die Minute des Jahres“, 1980

Teilnehmerfoto, "Die Minute des Jahres", 1980

Foto eines Teilnehmers von „Die Minute des Jahres“, 1980

Teilnehmerfoto, "Die Minute des Jahres", 1980

Foto eines Teilnehmers von „Die Minute des Jahres“, 1980

Teilnehmerfoto, "Die Minute des Jahres",1980

Foto eines Teilnehmers von „Die Minute des Jahres“, 1980

Teilnehmerfoto, "Die Minute des Jahres", 1980

Foto eines Teilnehmers von „Die Minute des Jahres“, 1980

Teilnehmerfoto, "Die Minute des Jahres", 1980

Foto eines Teilnehmers von „Die Minute des Jahres“, 1980

Teilnehmerfoto, "Die Minute des Jahres", 1980

Foto eines Teilnehmers von „Die Minute des Jahres“, 1980

Foto eines Teilnehmers von "Die Minute des Jahres", 1980

Foto eines Teilnehmers von „Die Minute des Jahres“, 1980

Foto eines Teilnehmers von "Die Minute des Jahres", 1980

Foto eines Teilnehmers von „Die Minute des Jahres“, 1980

CREDITS

Auftraggeber: Photo Porst Schwabach
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Axel Hinnen, Dieter Pisculla
Fotograf: Bill Stuart
Grafiker: Günter Classen, Beate Lorbeer
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SCHÖNER SCHEITERN

Bewerbungskampagne für Berlin um die Olympischen Spiele im Jahr 2000, 1991

Plakat für Olympia 2000 in Berlin, 1991

Plakat für Olympia 2000 in Berlin, 1991

Die Aufgabe:

1990 beauftragte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen, die Michael Schirner Werbe- und Projektagentur mit der Entwicklung und Durchführung der Bewerbungskampagne von Berlin für die Olympischen Spiele im Jahr 2000.

Die Überlegung:

Nach dem Fall der Mauer waren 85% der Berliner gegen die Spiele in Berlin. Um das Olympische Komitee für Olympia in Berlin zu gewinnen, mussten wir erst einmal die Berliner für die Idee der Olympischen Spiele in Berlin gewinnen.

Die Idee:

Wir kreierten einen liebenswerten Charakter: das Olympiabärchen-Punkt-Komma-Strich-Gesicht und ließen es für Olympia werben.

Der Erfolg:

Die Berliner liebten das Bärchen; es lebt heute noch und wird auf T-Shirts, Mützen, Tassen etc. gekauft. Aber die Stimmung gegen Olympia in Berlin war so groß, dass die Bewerbung nicht erfolgreich sein konnte.

Plakat für Olympia 2000 in Berlin, 1988

Plakat für Olympia 2000 in Berlin, 1988

Das Plakat für die Olympischen Spiele in 2000. Das Olympia-Bärchen sagt: Ich bin dafür!

Aufkleber für Olympia 2000 in Berlin, 1991

Aufkleber für Olympia 2000 in Berlin, 1991

Auf tausenden von Aufklebern lachte das Olympia-Bärchen die Berliner an und warb für die Spiele in Berlin.

T-Shirt für Olympia 2000 in Berlin, 1991

T-Shirt für Olympia 2000 in Berlin, 1991

Das T-Shirt mit unserem Berlin-Bärchen war der große Renner.

Flaggen für Olympia 2000 in Berlin, 1991

Flaggen für Olympia 2000 in Berlin, 1991

1990 begrüßte Berlin die Mitglieder des IOC mit Flaggen. Und Farbbeuteln. Weil der größte Teil der Berliner die Spiele nicht wollte, gab das IOC Berlin nicht den Zuschlag.

Aber unser Olympia-Bärchen wird heute noch von allen geliebt. Besonders von Sammlern.

Wenn Sie wissen wollen, wie aus Werbung Kunst wird, schauen Sie sich die Ölbilder der Serie „Lorem ipsum“ von Michael Schirner  an.

CREDITS

Auftraggeber: Olympia GmbH Berlin 2000 GmbH
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner, Enrique Jungbauer
Artdirector: Hans Peter Weiß
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RAP OHNE TON

Kampagne für das Girokonto der Nord/LB, 1983

Kinofilm für das Girokonto der Nord/LB, Screen Shot, 1983

Kinofilm für das Girokonto der Nord/LB, Screen Shot, 1983

Andreas Dorau und die Marinas singen den Rockefeller Rap. Man hört keinen Ton.

Kinofilm für das Girokonto der Nord/LB, Screen Shot, 1983

Kinofilm für das Girokonto der Nord/LB, Screen Shot, 1983

Die Audio-Cassette gab’s in jeder Filiale der Bank.

Kinofilm für das Girokonto der Nord/LB, Screen Shot, 1983

Kinofilm für das Girokonto der Nord/LB, Screen Shot, 1983

Den Antrag fürs Giro-Konto auch.

CREDITS

Auftraggeber: Nord/LB
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Fred Baader
Texter: Gerald Heinemann
Artdirector: Wolfgang Behnken
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UNTERSTS ZU OBERST

Anzeigenkampagne zum Kunstpreis der Nord/LB, 1987

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Georg Baselitz war der Gewinner des Kunstpreises.

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Und weil Baselitz viele seine Bilder auf den Kopf stellt …

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

… stellten wir die Fotos der Bank in unseren Anzeigen auch auf den Kopf.

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Die Kampagne für den Kunstpreis entstand in einem Workshop des STERN.

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Michael Schirner entwickelte sie mit Jean Lessenich von Grey Advertising.

CREDITS

Auftraggeber: Nord/LB
Agentur: KKG Projektagentur und Grey Advertising
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Jean Lessenich
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